28-07-15

Frisches Grün trotz Sommerhitze

Fünf Tipps für einen schönen, gesunden Rasen


Hochsommerliche Temperaturen und lang anhaltende Trockenheit machen vielen Pflanzen zu schaffen. Besonders der Rasen leidet unter der großen Hitze. Damit sich das saftige Grün nicht in eine braune, kahle Fläche verwandelt, muss der Rasen gut gepflegt und versorgt werden.

Die Pflege des Rasens ist für viele Hobbygärtner eine Herausforderung. Besonders anspruchsvoll sind die Grünflächen im Sommer, weil sie Hitze und Wassermangel aushalten müssen. Mit den richtigen Maßnahmen übersteht der Rasen die heiße Sommerzeit und bleibt schön grün.


Tipp 1: Rasen nicht zu kurz mähen
Auch im Hochsommer ist Rasenmähen wichtig. Denn nur wenn das Gras regelmäßig geschnitten wird, kann sich eine gut verzweigte, kräftige und einheitliche Grasnarbe bilden. In den heißen Sommermonaten darf man den Rasen aber nicht zu kurz schneiden. Mindestens vier Zentimeter sollten stehen bleiben, im Schatten sind es etwa fünf bis sechs Zentimeter. Längere Rasengräser können den Boden besser beschatten, was wiederum den Wasservorrat des Bodens schont. Ein zu radikaler Schnitt verzögert hingegen den Neuaustrieb, lässt die kurzen Halme schneller verbrennen und verursacht kahle Stellen, die gern von Unkraut besiedelt werden. Als Faustregel gilt: In einem Mähvorgang nur ein Drittel der Halme kürzen, um die Graspflanzen nicht zu schwächen. Außerdem sollte der Rasen trocken sein. Nasse Halme werden vom Rasenmäher nämlich nicht richtig erfasst und unregelmäßig geschnitten. Auch bei großer Hitze mit Temperaturen über 30 Grad ist Rasenmähen nicht zu empfehlen, weil der Boden viel zu schnell austrocknet. Ein guter Zeitpunkt sind die etwas kühleren Abendstunden. Generell reicht es aus, den Rasen wöchentlich bis zweiwöchentlich zu mähen. Manche Stellen sind mit dem Rasenmäher schlecht erreichbar: Hier schafft ein Rasentrimmer Abhilfe, der das Gras an Wegen, Beeten und Bäumen erreicht und sauber schneidet.

Tipp 2: Rasen ausgiebig wässern
Ebenso wichtig wie ein regelmäßiger Schnitt ist eine ausreichende Bewässerung. Gerade in längeren Trockenperioden benötigt der Rasen zwei- bis dreimal wöchentlich eine intensive Beregnung. Entscheidend ist die Wassermenge: Damit das Wasser die Wurzeln in zirka 15 Zentimetern Tiefe erreicht, sollte man den Rasen mindestens eine halbe Stunde lang bewässern. Bei lockeren Böden reichen rund 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter aus, bei lehmigen und tonigen Böden braucht der Rasen 15 bis 20 Liter. Ist die Wasserzufuhr zu gering, wird nur die oberste Wurzelschicht versorgt und der Rasen vertrocknet noch schneller. Wichtig: Gräser unter Bäumen benötigen mehr Wasser! Die frühen Morgenstunden, in denen es am kühlsten ist, eignen sich am besten zum Bewässern. Eine bequeme Lösung sind programmierbare Systeme mit schwenkbaren Flächen- oder Versenkregnern, die größere Rasenflächen automatisch und mit verschiedenen Reichweiten beregnen.

Tipp 3: Rasen nicht zu oft düngen
Bei der Rasenbewässerung mag der Grundsatz „viel hilft viel“ zutreffen, für das Düngen gilt er nicht. In der Hauptwachstumszeit von Mai bis August ist der Nährstoffbedarf der Gräser zwar am größten, aber es reicht völlig aus, den Rasen im Sommer nur ein- bis zweimal zu düngen. Besonders wichtig sind die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Sie sorgen in der richtigen Zusammensetzung dafür, dass die Gräser wachsen und grün bleiben, kräftige Wurzeln bilden und widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit und Krankheiten werden.

Tipp 4: Rasenfilz gründlich beseitigen
Liegengebliebenes Schnittgut und abgestorbene Pflanzenreste bilden Rasenfilz, der mit der Zeit immer dichter wird. Er verhindert den Luftaustausch sowie die optimale Wasser- und Düngerzufuhr. In der Folge verflachen die Wurzeln; Krankheiten können sich ausbreiten. Anfällig für Rasenfilz sind schwere, luftarme Lehmböden, die zu Staunässe neigen. Aber auch auf schattigen Rasenflächen kann sich Filz bilden. Mithilfe eines Vertikutierers, der mit scharfen Messern ausgestattet ist, lässt sich der Rasenfilz wirksam beseitigen. Gräser und Boden sollten dabei trocken sein. Ebenfalls zu beachten: Beim Vertikutieren ist nur eine oberflächliche Bodenbearbeitung erwünscht. Dringen die Vertikutiermesser zu tief in die Erde ein, schädigen sie die Wurzeln und verschleißen schnell. Unter normalen Bedingungen genügt es, den Rasenfilz dreimal im Jahr zu beseitigen: jeweils im Frühjahr, im Sommer und im Herbst. Hat der Rasen durch lange Hitze- und Trockenperioden sehr gelitten, sollte man das Vertikutieren auf den Spätsommer verschieben.

Tipp 5: Rasenfläche lockern und lüften
Für zusätzliche Pflege sorgt ein Rasenlüfter. Seine rotierenden Federstahlzinken kämmen den Zwischenraum zwischen den Rasenpflanzen durch. Die Grasnarbe wird luftiger und Wasser und Nährstoffe gelangen besser an die Wurzeln. Vor dem Düngen und während der Sommersaison, wenn der Rasen viel Wasser benötigt, ist das Lüften des Rasens sinnvoll. Es ersetzt aber keinesfalls das Vertikutieren, weil flachwurzelnde Gräser und Unkräuter dabei nicht entfernt werden.



Produkt-Info:
•    Rasenmäher Rotak und Rasentrimmer ART von Bosch
•    Vertikutierer AVA 1100 und Rasenlüfter ALR 900 von Bosch
 

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