23-03-17

Unfallort Haushalt

Risiken für Kinder aufspüren und verringern


Für kleine Kinder ist jeder Haushalt ein Abenteuerspielplatz. Doch manch eine Erkundungstour endet im Krankenhaus: Rund 200.000 Kinder unter 15 Jahren verunglücken jedes Jahr im häuslichen Umfeld, so die Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder (BAG). Manch ein Unfall lässt sich vermeiden – durch vorausschauendes Verhalten der Eltern und durch Sicherheitsartikel.


Wichtige Schutzmaßnahmen in allen Räumen 

Wenn sich ein Kleinkind aus dem Fenster beugt, verliert es leicht das Gleichgewicht. Abschließbare Griffe oder nachträglich angebrachte Fenstersicherungen sind deshalb ein Muss. Das gilt auch für Steckdosensicherungen. Sie verhindern, dass ein Kind den Finger oder Gegenstände in die Steckdose steckt und sich einen Stromschlag holt. Kunststoffabdeckungen wie die der Firma Kopp lassen sich einfach und schnell auf alle gängigen Steckdosen montieren und auch wieder herausnehmen. Durch einen FI-Schalter gesicherte Steckdosen sind in Neubau-Bädern Pflicht, aber auch in allen anderen Bädern sinnvoll. Alle Kabel und elektrische Geräte im Haushalt müssen regelmäßig kontrolliert werden: Defekte Geräte sind Sicherheitsrisiken!
Auf rutschsicheren, fest verlegten Bodenbelägen lässt sich prima toben. Teppiche und Läufer hingegen werden leicht zu Stolperfallen. Eine Anti-Rutschmatte gibt ihnen Halt auf glatten Böden. Alternativ können Teppiche mit Verlegebändern fixiert werden. Ein Anti-Rutschband verringert die Rutschgefahr auf Treppen, Leitern und glatten Böden in Feuchträumen. Für Stufen gibt es auch Teppichelemente zum Aufkleben. Treppen lassen sich durch Treppenschutzgitter sichern. Doch Vorsicht: Ältere Kinder können die Gitter überklettern und fallen dann auf der anderen Seite herunter. Damit lose Kabel nicht zu Stolperfallen werden, verschwinden sie in Kabelkanälen, unter Putz oder hinter Möbeln.  Stopper halten die Türen offen. Glastüren, die nicht aus Sicherheitsglas bestehen, können mit einer transparenten Sicherheitsfolie beklebt werden. Zerbricht die Scheibe, so hält diese Folie die Splitter zusammen.  

Kinderzimmer: Blick aufs Detail

Im Reich der Kleinsten ist die Einrichtung meist auf deren Bedürfnisse abgestimmt. Die Risiken lauern hier im Detail: Reißt ein Kind am Kabel einer Leuchte oder zieht es sich an einem Regal hoch, dann kann dieser Einrichtungsgegenstand leicht auf das Kind herabstürzen. Wand- und Deckenleuchten sind daher die sichere Wahl. Ein kleines Nachtlicht hilft bei der Orientierung im Dunkeln. Alle Möbel müssen stabil stehen und notfalls an der Wand befestigt werden. Achten Sie darauf, dass der Dübel zum Material der Wand passt.

Wohnräume: Erwachsenen-Zubehör außer Reichweite

Vasen und andere schwere Gegenstände, die herunterfallen könnten, Putzmittel, giftige oder stachelige Pflanzen, Zigaretten und Alkohol müssen für die Kleinsten absolut unerreichbar sein. Das gilt auch für alles, was zum Daranziehen verlockt – im Raum hängende Kabel, Tischdecken und wuchernde Hängepflanzen. Aufklebbarer oder aufsteckbarer Ecken- und Kantenschutz polstert scharfe Kanten ab. Bei Schüben und Schränken, in denen scharfe oder gefährliche Gegenstände lagern, sind abschließbare Griffe oder Sicherungen unentbehrlich. Auch Schubladen mit harmlosem Inhalt werden am besten mit einer Schubladensicherung ausgestattet, damit sich der Sprössling nicht die Finger einklemmt. 

Küche und Bad: Gefahr durch Strom und Wasser

Chemikalien und Medikamente gehören unter Verschluss. Auch die meisten elektrischen Kleingeräte sind im Schrank am besten aufgehoben. Utensilien des täglichen Bedarfs hingegen müssen für die Erwachsenen gut greifbar sein. Zum Beispiel der Wasserkocher. Er ist eine der häufigsten Ursachen für schmerzhafte Verbrühungen im Kindesalter. Damit die kurzen Kinderarme den Wasserkocher nicht erreichen, sollte er möglichst weit hinten auf der Arbeitsplatte stehen. Das gilt auch für Messer, Korkenzieher, Scheren und Co. sowie leicht zerbrechliches Glas. Für Großgeräte bietet der Handel diverse Nachrüstmöglichkeiten. Ältere Backöfen, deren Türen noch gefährlich heiß werden können, lassen sich mit einer zusätzlichen Acrylplatte oder einem Metallschutzgitter ausstatten. Und ein hitzebeständiger Riegel sorgt dafür, dass ein Kind die Backofentür nicht öffnen kann. Nutzen Sie vorrangig die hinteren, für Kinder kaum erreichbaren Herdplatten und drehen Sie Stiele und Griffe nach hinten. Es gibt auch Herdschutzgitter, die an der Vorderkante des Kochfeldes montiert werden. Verbrühungen am Wasserhahn lassen sich durch eine Mischbatterie mit Verbrühschutz oder durch Einhebelmischer mit einem Sicherheitsanschlag vermeiden. Für Dusche und Wanne bieten sich Thermostat-Regler an. Der Wannenboden wird mit einer Anti-Rutsch-Matte gesichert. 

Technik ersetzt Aufsicht nicht

Auch wenn der Haushalt kindersicher ausgestattet ist – Sie können nicht alle Risiken komplett ausschließen. Der beste Schutz für die Sprösslinge ist sorgfältige Aufsicht. 

 

Produkt-Info: 

Downloads

Fotos & Grafiken
  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: tesa

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: Heinrich Kopp

  • Foto: tesa

Texte
  • doc
    Unfallort Haushalt

  • pdf
    Unfallort Haushalt

Verwandte Pressemeldungen

29-03-17

Bunte Kinderwelt

Was bei Mobiliar und Wandgestaltung wichtig ist

Kinder lieben Farben und Abwechslung. Mit einfachen Mitteln lässt sich die Einrichtung und Gestaltung des Kinderzimmers den „wachsenden“... [mehr]

28-03-17

Süßes aus der Urzeit

Dinosaurier - Bonbongläser selber machen

Einen Kindergeburtstag zu planen und zu organisieren, bedeutet für die Eltern vor allem eines: Stress. Da kann es leicht passieren, dass man... [mehr]

16-03-17

Kunst-Ausstellung im Kinderzimmer

Meisterwerke von kleinen Künstlern gekonnt in Szene setzen

Kinder kreieren rund um die Uhr einzigartige Kunstwerke und Eltern kennen das Problem dabei: Wohin mit den selbst gebastelten Schätzen?... [mehr]

01-03-17

Wer findet den Schatz?

Schatzkiste für Kinder selbst bauen

Im Kinderzimmer auf Schatzsuche gehen, das machen die kleinen Piraten am liebsten. Eine Schatztruhe erfreut Kinderherzen und bietet viel... [mehr]

22-02-17

Alles andere als schief gewickelt

Ausklappbare Wickelauflage selbst bauen

Als ausklappbares und damit platzsparendes Wandregal schafft sie im Kinderzimmer zusätzlichen Stauraum für Puder, Feuchttücher, Kuscheltier... [mehr]

Presse-Newsletter

Sie möchten regelmäßig Informationen erhalten?

Dann abonnieren Sie jetzt unseren Presse-Newsletter!

Jetzt bestellen

Ihr Ansprechpartner

Mareike Hermann

Presse-Redaktion

+49 221 277 595-11

E-Mail schreiben

Unsere Experten

Sie suchen Experten für Interviews?

Wir vermitteln Ihnen die richtigen Ansprechpartner für TV- und Radiointerviews sowie als Tipp- und Ratgeber für Print- und Online-Artikel.

Unsere Experten