14-08-17

Das hilft gegen stressigen Lärm

Trockenbaulösung für mehr Ruhe zu Hause


Vaters Säge im Werkraum übertönt den Film im Wohnzimmer. Und wenn Sohnemann und seine Kumpel die Stereoanlage aufdrehen, steht der Nachbar vor der Tür. Hellhörige Innenwände sind für alle Beteiligten ein Ärgernis. Mit einem innovativen Trockenbausystem können Heimwerker dem nachträglich abhelfen und die Lärmbelastung um bis zu drei Dezibel senken.

Möglich machen das die Sonicboard-Schallschutzplatten von Knauf. Auf den ersten Blick unterscheiden sie sich kaum von anderen Trockenbauplatten: Sie sind in den Formaten 60 x 200 und 125 x 200 Zentimeter erhältlich, bestehen aus einem Gipskern, der mit Karton ummantelt ist, und bringen es auf eine Dicke von gerade mal 12,5 Millimetern. Für den Laien nicht erkennbar ist die besonders hohe Rohdichte. Dank ihr lässt sich die Platte schwerer in Schwingungen versetzen. Damit reduziert sie den Schall gegenüber Standardplatten um bis zu drei Dezibel.

Das klingt nach wenig, kann sich jedoch hörbar auswirken: Immerhin beträgt der Unterschied zwischen einem ruhigen Zimmer und einer Unterhaltung zehn Dezibel. Wenn Sie denselben Effekt mit einer gemauerten Wand erreichen wollten, müssten Sie deren Breite verdoppeln – und würden damit zudem wertvolle Fläche verlieren. Nachträglich ist das ohnehin kaum eine machbare Lösung.

Bei den Einsatzmöglichkeiten stehen Sonicboard-Platten gängigen Gipsplatten in nichts nach: Sie eignen sich zur Wand- und Deckenbekleidung auf Unterkonstruktion beim Dachgeschossausbau und zur Deckenabhängung unter Roh- oder Holzbalkendecken. Als Beplankung auf nichttragenden Innenwänden schaffen sie eine ebene Oberfläche, als Vorsatzschale verbergen sie unschöne Installationen, und mit einer beidseitigen Konstruktion trennen sie einen zusätzlichen Raum ab. 

Mit wenig Aufwand noch mehr herausholen

Je weiter der Weg, den der Schall zurücklegen muss, desto mehr Schwingung verliert er. Die Dämmung im Hohlraum zwischen Massiv- und Trockenbauwand und die Anzahl der Plattenlagen können den Schallschutz also noch weiter erhöhen. Grundsätzlich ist eine zweilagige Beplankung empfehlenswert.

Dabei ist es wichtig, dass auch die Fugen der ersten Lage verspachtelt werden (z.B. mit Knauf Uniflott bzw. Uniflott Finish), auch wenn man sie später nicht sieht, und die zweite Lage versetzt angebracht wird.

Bei der Verarbeitung sollten Sie ein paar Grundregeln beachten: Eine gute Basis ist ein Metallständerwerk aus verschiedenen Profilen für Boden und Decke, Wand und Zwischenständer. Der Hersteller bietet hierfür eine komplette Systemlinie mit aufeinander abgestimmten Produkten an.

Voraussetzung für die schalldämmende Wirkung der Trockenbauwand ist, dass sie schalltechnisch vom Baukörper entkoppelt ist. Sie darf also keinen direkten Kontakt mit der dahinter liegenden Massivwand haben! Außerdem werden alle Profile, die am Boden, an Wänden und Decke anliegen, rückseitig mit einem Dichtungsband beklebt. Dann werden die Profile vorgebohrt, verdübelt und verschraubt. Dabei beginnt man mit den Bodenprofilen. Danach folgen die Wand- und schließlich die Deckenprofile. In diesen Konstruktionsrahmen kommen mit jeweils gleichem Abstand sogenannte CW-Profile als Zwischenständer.

Platten sind einfach zu bearbeiten

Die Platten werden mit einer Stichsäge auf Maß geschnitten oder mit einem Cuttermesser angeritzt und dann über eine scharfe Kante gebrochen. Rückseitenkarton durchtrennen, Kanten mit Raspelhobel nacharbeiten und anfasen – fertig ist die Platte für die Verarbeitung. Zur Befestigung auf der Metallkonstruktion sind selbstschneidende Schnellbauschrauben mit Feingewinde optimal geeignet. Auch bei der Beplankung ist die schalltechnische Entkoppelung wichtig: Die Platten müssen einen Abstand von mindestens fünf Millimetern zu allen Bauteilen, sprich Boden, Wand und Decke haben! 

Steht die Schallschutzwand, werden die Plattenübergänge mit Fugenmasse glatt verspachtelt und die Übergänge zu den angrenzenden Wänden und der Decke mit dauerelastischem Dichtstoff ausgespritzt, der nach dem Trocknen nicht reißt. Öffnungen für Elektroleitungen werden mit dem Stichling oder der Lochsäge ausgeschnitten.

Die fertige Wand kann direkt mit Trockenbaufarbe gestrichen oder tapeziert werden. Natürlich kann sie auch mit Knauf Easyputz gestaltet werden, hierfür ist vorher ein Sperrgrund aufzutragen. Doppelt beplankt können die Platten auch verfliest werden.

So wird’s gemacht: 

1. Zunächst wird das Metallständerwerk aufgestellt.

2. Ggf. Dämmung einfüllen. Danach wird die erste Plattenlage angeschraubt.

3. Die Platten lassen sich leicht auf Maß bringen.

4. Anschließend werden die Fugen verspachtelt. Eine zweite Plattenlage verspricht ein noch besseres Schallschutzergebnis. Auch diese muss verspachtelt werden.

5. Die neue Wand kann nun gestrichen, tapeziert, verputzt oder sogar gefliest werden.

Werkzeugliste: 

  • Akkubohrschrauber
  • Stichsäge/Cutter
  • Blechschere (leiser Zuschnitt der Profile ohne herumfliegende Metallspäne)
  • Flächenspachtel
  • diverse Handwerkzeuge

Produkt-Info:
Sonicboard GKB, Uniflott, Uniflott Finish, Easyputz von Knauf Bauprodukte

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