30-01-18

Hoch das Beet!

Geeignete Baumaterialien und die richtige Befüllung


Kein Wunder, dass Hochbeete so beliebt sind: Man sät, pflegt und erntet bequem in rückenschonender Höhe. Dank des Rotteprozesses im Inneren wachsen und gedeihen Gemüse wie Blumen wunderbar - wenn man einige wichtige Regeln beim Befüllen und Bepflanzen beachtet. In so luftiger Höhe kommen die gefräßigen Schnecken auch nicht so schnell an Ihren schmackhaften Salat.  


Viele Gärten sind heute vor allem in den Ballungsräumen eher klein und kompakt. In vielen Neubaugebieten ist der Boden dazu selten optimal. Trotzdem wollen zunehmend mehr Menschen selbst Gemüse anbauen. Wenn es keinen Platz für groß angelegte Beete gibt, ist ein Hochbeet die perfekte Lösung. Optisch können Sie es zudem mit verschiedensten Materialien Ihrem Geschmack anpassen: Ob aus rustikalen Paletten, haltbarem Stein, edlem Metall oder WPC (Wood Plastic Composite), vieles ist möglich. Einige Menschen wollen sogar auf dem Balkon ein Hochbeet planen. Hierfür bieten sich zum Beispiel leichte Varianten aus Kunststoff an. 

Am beliebtesten sind aber wohl Hochbeete aus Holz bzw. aus sägerauem Material. Diese gibt es für vergleichsweise wenig Geld als Bausatz zum Beispiel im Baumarkt zu kaufen oder sie lassen sich mit wenigen Schritten selbst bauen. Holz, das ständig den Elementen ausgesetzt ist, wird natürlich schneller verwittern als eine Variante aus Beton- oder gar Natursteinen, lässt sich dafür aber auch schneller wieder zurückbauen - gerade für Mieter wichtig. Damit das Holz nicht ständig Kontakt zur feuchten Erde hat, können Sie Ihr Hochbeet von innen mit Teichfolie auskleiden.

Die richtige Mischung macht's
Ein Hochbeet kann mehrere Flachbeete ersetzen, benötigt dazu aber auch ein gewisses Volumen. Grob gesagt ist eine Länge von ca. zwei Metern, eine Breite bis zu einem Meter und eine Höhe von ca. 80 Zentimetern eine gute Nenngröße. Suchen Sie einen sonnigen Standort aus. Der Untergrund sollte eben sein, aber stellen Sie das Hochbeet auf die Erde - nur so kommen die wichtigen Bodenlebewesen ins Beet. Wenn Sie Probleme mit Wühlmäusen haben, sollten Sie zuunterst noch Kaninchendraht auslegen.   

Da Sie für die Befüllung des Beets groben Strauchschnitt benötigen sowie Grünabfälle, bietet sich das Frühjahr zum Start geradezu an. Aber auch im Herbst bestücken viele Gärtner ihr Hochbeet. Die Grundregel dabei lautet: Zuerst grob, dann fein. Zuunterst füllen Sie eine dicke Schicht Ast- oder Strauchschnitt ein. Darauf folgen feines Schnitt- und Häckselgut sowie Laubreste, Rasenschnitt und Gartenabfälle. Abgestochene Grassoden (evtl. entstanden beim Bau des Beets) mit der Erde nach oben einlegen! Nun können Sie noch halbreifen Kompost einfüllen. Die Pflanzschicht besteht im besten Fall aus reifen Kompost gemischt mit Garten- oder gekaufter Pflanzerde. 

Mit Gemüse oder Blumen bepflanzen  

Prinzipiell können Sie im Hochbeet alles wachsen lassen - Salat ebenso wie Blumen. Doch meist wird ein solches Beet hauptsächlich für den Gemüseanbau genutzt: Die Pflege fällt in der Höhe leichter, die Ernte ist ertragreicher und gefräßige Schnecken brauchen mehr "Anlauf". Teilen Sie Ihr Hochbeet in verschiedene Bereiche ein, etwa für Kräuter. Reiche Erträge liefern Mischkulturen, zum Beispiel Gurken mit Dill, Karotten mit Zwiebeln oder Bohnen mit Bohnenkraut. Grundsätzlich gedeihen die meisten Gemüsearten gut im Hochbeet, lediglich auf raumgreifende Arten wie Kürbis, Rhabarber oder Zucchini sollten Sie besser verzichten. Im ersten Jahr ist die Nährstoffversorgung der Pflanzen sogar so gut, dass Sie nur starkzehrende Gemüsearten anbauen sollten, die kein Nitrat in Blättern und Früchten anreichern. Gut geeignet sind Lauch, Auberginen, Tomaten, Gurken oder Kohl. Ab dem dritten Jahr können Sie dann auch schwachzehrende Kräuter und Salat anpflanzen. 

Auch bei Zierpflanzen gibt es eine Unterscheidung zwischen Starkzehrern und Schwachzehrern. Geranien, Chrysanthemen, Sonnenblumen und Tulpen zählen zu den Blumen, die Sie direkt im ersten Jahr pflanzen können. Azaleen, Begonien, Stiefmütterchen, Primeln und Petunien sollten lieber erst in den Folgejahren eingesetzt werden.

Da die Temperaturen in einem Hochbeet meist um einige Grad höher sind als im Erdbeet, trocknet das Substrat schneller aus und Sie sollten regelmäßig und reichlich wässern.Jedes Jahr wird die Befüllung etwas absacken. Das können Sie anfangs noch durch das Aufbringen einer neuen Kompost-Erd-Schicht regulieren. Nach durchschnittlich fünf bis sechs Jahren braucht das Beet aber eine Grunderneuerung. Das heißt zunächst, dass die gesamte Füllung ausgeräumt und das Beet frisch bestückt werden muss. Das alte Substrat können Sie aber im Garten weiterverwenden, entweder direkt als Humus oder zuerst noch auf dem Kompost.  Bei Hochbeeten aus Holz sollten Sie diese Arbeit nutzen, um die Stabilität des Materials gründlich zu prüfen. 

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