15-06-18

Terrassenbeläge im Überblick

Holz, Stein, Beton, Keramik und Verbundmaterialien


Wer seine Terrasse neu gestalten will, hat wahrlich die Qual der Wahl bei den verschiedenen Materialien. Neben Preis, Qualität, Nachhaltigkeit und Eignung spielen auch die Erfahrungen als Heimwerker eine Rolle. Und natürlich der gewünschte Look! Dabei lässt sich heute jedoch auch gut tricksen: Es gibt Betonsteine, die Holz täuschend imitieren oder Fliesen, die fast wie Marmor aussehen.

Die Unterschiede beim Material sind groß, die Auswahl an Terrassendielen und -platten noch größer. Und da die Oberfläche bei guter Pflege viele Jahre hält, sollten Sie die Entscheidung für Holz, WPC oder Stein sorgfältig abwägen. Beliebt sind nach wie vor die sehr dauerhaften Tropenhölzer wie Bangkirai. Heimvorteil haben Hölzer wie Douglasie oder Lärche, die günstiger sind, aber mehr Pflege brauchen. Hersteller von Dielen aus Holz-Kunststoff-Verbindungen wie WPC versprechen Haltbarkeit mit wenig Aufwand – zudem sind hier auch andere Farben möglich. Ein Klassiker ist immer noch Naturstein, der hält wirklich lange. Preislich günstiger und einfacher zu verlegen sind Betonsteine. 

Tipp: Veränderung mit Klickfliesen schnell und unkompliziert
Hässliche und kaputte Fliesen auf der Terrasse oder ein unschöner Betonboden auf dem Balkon? Dagegen lässt sich etwas unternehmen, auch wenn Sie Haus oder Wohnung nur gemietet haben. Klickfliesen gibt es in unterschiedlichen Optiken wie Stein, Holz oder Kunstgras, sie brauchen keine Unterkonstruktion und lassen sich ohne Bohren und Schrauben zusammenstecken. Einzelne Platten können natürlich zugeschnitten werden. Beim Auszug können sie wieder rückstandslos entfernt werden.

 

Holz
Für viele das Material der Wahl: Holz ist fußwarm und natürlich, in einer großen Vielfalt in unterschiedlichen Qualitäts- und Preisstufen verfügbar und auch dank verschiedener Verlegesysteme relativ einfach zu verbauen. Allerdings benötigt es jährliche Pflege, wenn Sie den schönen Look erhalten wollen, kann bei Nässe rutschig werden und durchaus zu Splitterbildung neigen. Je nach Holzart und Pflege muss eine Holzterrasse durchschnittlich alle 10 bis 15 Jahre erneuert werden. Tropenhölzer wie Bangkirai, Cumaru oder Garapa sind als Terrassendielen stark nachgefragt. Sind sie doch sehr haltbar und bieten eine schöne Optik, ohne allzu viel Pflege zu verlangen. Das ist vielen den höheren Preis gegenüber heimischen Hölzern wie Douglasie oder Lärche wert. Gerade bei Tropenholz ist es aber wichtig, dass es aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.

Hinweis: Nachhaltigkeit
Wollen Sie sichergehen, dass Ihr Terrassenholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, achten Sie auf die Siegel von FSC (Forest Stewardship Council) oder PEFC (Pan European Forest Certification). 

Materialmix
Wood-Plastic-Composites (WPC) und Co. sind Verbindungen aus recyceltem Holz, Bambus oder Reishülsen unter anderem mit Kunststoffen. Dabei ist ein täuschend ähnlicher Holzlook möglich, aber auch andere Farbtöne. Die Hersteller versprechen eine mit einer UV- und Witterungsbeständigkeit einhergehende lange Haltbarkeit, wobei es bei diesem noch recht neuen Material meist wenig Langzeiterfahrungen gibt. Es gibt große Qualitätsunterschiede! Verbund-Dielen sind aufgrund der Materialzusammenstellung recht pflegeleicht und barfußfreundlich, da es wenig Splitterneigung gibt und es bei Nässe deutlich rutschhemmender ist als Holz. Das Verarbeiten und Verlegen funktioniert wie bei Holzdielen recht simpel, wie Tropenhölzer können Verbund-Dielen aber ziemlich hart sein und erfordern ein Vorbohren der Bohrlöcher. Ohne Pflege vergraut auch hier die Oberfläche! 

Naturstein
Wohl eine der teuersten, aber langlebigsten Varianten für eine Terrasse ist Naturstein. Er verspricht einen natürlichen und edlen Look, ist robust und pflegeleicht. Nässe und Frost kann Naturstein bei fachgerechter Verlegung im Splittbett wenig anhaben, er ist farbecht und leicht zu reinigen – eine Imprägnierung gegen Flecken kann aber sinnvoll sein. Unter den Füßen kann es sowohl angenehm kühl bis sehr heiß werden. Egal ob klein- oder großformatige Platten: Naturstein zu verlegen ist etwas aufwendiger, da die Steine meist nicht maßhaltig sind. Zuschnitte und das richtige Platzieren kosten Zeit, zudem ist Naturstein schwer! Der Untergrund muss sorgfältig vorbereitet und verdichtet werden.

Betonstein
Ein richtiger Verwandlungskünstler ist Betonstein: Es gibt zahllose Formen, Farben und Oberflächen, die sogar Holz oder Fliesen nachbilden. Die Zeiten der Waschbetonplatte sind längst vorbei! Betonstein ist günstiger als Naturstein, robust und belastbar und auch gut zu reinigen. Viel Pflege braucht der Boden nicht, hält dafür sehr lange. Die Witterung kann Betonstein nicht viel anhaben, Splitter gibt es auch keine. Die Maßhaltigkeit der Steine hilft beim Verlegen auch bestimmter Muster, Zuschnitte sind ebenfalls leicht möglich.

Feinsteinzeug
In Plattenoptik ähnelt es Naturstein, ist ebenso pflegeleicht und langlebig. Nur eine absolut korrekte Verlegung sorgt für Frostbeständigkeit! Wegen der geringen Aufbauhöhe wird es oft auf Balkonen verwendet. Beim Zuschneiden und Bohren ist Können erforderlich. 

Klinker
Eine weitere Möglichkeit sind gebrannte Pflasterklinker aus gepressten Tonerden mit charakteristisch rot-brauner Farbpalette. Das Material ist farbecht, robust und frostsicher. Der Pflegeaufwand ist gering, Regenwasser übernimmt bei freien Flächen die meiste Arbeit. Nach einiger Zeit entsteht eine schöne „Antik“-Patina. Es gibt viele verschiedene Formate, nicht nur die bekannten Rechtecke wie Riegel und Riemchen. Klinker sind zudem sehr nachhaltig: Sie lassen sich immer wieder aufnehmen und neu verlegen. 

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