30-10-18

Rosen richtig pflanzen

So wachsen wurzelnackte Exemplare sicher an


Leuchtende Blüten, zarter Duft und sie sind auch längst keine zickigen Diven mehr, die sich dauernd Pilze einfangen: Wer neue Rosen pflanzen will, hat die Wahl zwischen Containerrosen und wurzelnackten Pflanzen, die man je nach Angebotsform entweder im Herbst, Frühjahr oder auch ganzjährig pflanzt. Mit den Tipps dieser Anleitung wachsen Ihre Rosen sicher an.

 

Wurzelnackte Rosen werden ohne Erde und Laub geliefert und sind bereits in der Baumschule zurückgeschnitten. Man pflanzt sie im Herbst oder Frühjahr, solange der Boden noch nicht beziehungsweise nicht mehr gefroren ist. Die Rosen sind nur halb so teuer wie Rosen mit Wurzelballen im Container – perfekt, wenn man ein ganzes Rosenbeet bepflanzen will. Wurzelnackte Rosen gibt es allerdings nur von Oktober bis April, die Pflanzen sind empfindlicher und trocknen schneller aus. Wenn Sie im Herbst pflanzen, kommen die Rosen frisch vom Feld und wachsen im noch sommerwarmen Boden problemlos vor dem Winter an. Wenn Sie bis zum Frühjahr warten ist das auch kein Drama, die Rosen haben allerdings bereits Monate im Kühlhaus verbracht und sind entsprechend durstig – Sie sollten sie noch vor dem Pflanzen gründlich wässern und 24 Stunden lang in ein Wasserbad stellen. 

Tipp: Bestellen Sie wurzelnackte Rosen direkt beim Züchter (z.B. Kordes, Noack, Schultheis oder Tantau). Im Gartencenter bekommt man sie in der Regel nicht, da diese kein Kühlhaus zum Lagern haben.

 

Was bedeutet ADR?

Auf vielen Rosenetiketten findet man den Hinweis auf eine sogenannte ADR-Rose. Das Label zeichnet besonders pflegeleichte und robuste Sorten aus. ADR steht für „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung“ und ist wie ein TÜV-Siegel für Rosen - und wohl der härteste der Welt! Denn alle Probanden müssen sich an unterschiedlichen Standorten drei Jahre lang bewähren und dabei nicht nur eine gute Figur machen, lange blühen und gut mit Pilzen klarkommen, sondern auch gänzlich ohne Gift auskommen. Das schaffen nur die Besten der Besten! Wo erfahrungsgemäß Pilzkrankheiten Ihr Unwesen treiben, sollten Sie möglichst ADR-Rosen pflanzen.

 

Anleitung Schritt für Schritt:

Schritt 1: Aufschneiden
Öffnen Sie das Paket möglichst bald nach Erhalt und schneiden Sie das Band durch, mit dem die Pflanzen zusammengebunden sind. Wenn Sie die Rosen nicht sofort pflanzen können, schlagen Sie diese locker in Erde ein.

Schritt 2: Wurzelspitzen kürzen
Falls es in der Baumschule noch nicht gemacht wurde, kürzen Sie alle Triebe auf gut 15 cm Länge ein. Die Wurzelspitzen kürzen Sie in jedem Fall um etwa 1 cm. Alles, was abgeknickt oder verfault ist, kommt ganz weg. 

Schritt 3: Wässern
Stellen Sie die Rosen gut 8 Stunden lang in einen randvollen Wasserbehälter, bei Frühlingspflanzungen 24 Stunden, damit sich die Rose richtig vollsaugen kann.

Schritt 4: Stellprobe und Boden lockern
Das Pflanzloch so tief ausheben, dass alle Wurzeln ohne zu biegen hineinpassen. Lockern Sie dann den Boden und die Wände mit dem Spaten oder einer Hacke. Bei schwerem Boden ist eine Pflanzhacke besser geeignet als ein Spaten und lässt sich sehr präzise führen.

Schritt 5: Pflanzloch auffüllen
Mischen Sie den Aushub mit Kompost oder alternativ Pflanzerde und füllen Sie damit das Pflanzloch auf. Halten Sie die Rose solange in der richtigen Position, bis sie von alleine steht. Die Veredelungsstelle muss ca. 5 cm tief in der Erde sein.Drücken Sie die Erde rings um die Rose vorsichtig fest. Dabei gilt andrücken, nicht verdichten! Am besten mit den Händen oder einem schmalen Werkzeug, bei der sonst bewährten Methode mit dem Schuh brechen zu leicht Zweige ab.

Schritt 6: Wässern
Vorsichtig, aber durchdringend wässern, damit die Wurzeln von allen Seiten sicheren Bodenanschluss haben. Nach dem Pflanzen erst mal nicht gießen, sonst bekommen die frischen Wurzeln zu wenig Luft und faulen leicht. Bei Frühlingspflanzungen erst wässern, wenn die Witterung sehr trocken ist.

Schritt 7: Anhäufeln
Häufeln Sie die Rosen mit lockerer Erde an, sodass die Triebspitzen 2-3 cm weit herausragen. Auf diese Weise bleibt die Rose feucht. Die Erde bleibt den ganzen Winter über auf der Rose und kommt erst weg, wenn die neuen Austriebe im Frühjahr gut 10 cm lang sind. Das ist bei Frühjahrspflanzungen etwa nach 4 bis 6 Wochen der Fall.

 

Fünf allgemeine Pflanztipps für Rosen

Tipp 1: Für alle Rosen gilt: Weg mit dem Etikett, im Beet braucht man keinen Personalausweis! Die eng gebundenen Etiketten schnüren die Triebe sonst mit der Zeit ein und können ihn absterben lassen. Stammrosen können auf diese Weise sogar komplett eingehen. Die Namen der Rosen sollten Sie sich vorher aufschreiben oder auf Namensschildchen vermerken.

Tipp 2: Die Pflanztiefe richtet sich nach der Veredelungsstelle – das ist die Verdickung zwischen den ersten grünen Trieben und dem Wurzelhals. Diese sollte nach dem Pflanzen gut 5 cm tief im Boden sein, damit sie vor Austrocknung und direkter Sonne sicher ist. 

Tipp 3: Damit die neuen Gartenbewohner willig anwachsen, bekommen sie reifen Kompost oder Pflanzerde als Willkommensgeschenk ins Pflanzloch: Füllen Sie das Loch entweder abwechselnd mit einer Schaufel Pflanzerde und einer Schaufel Gartenboden auf oder vermischen zunächst beides grob mit dem Spaten und füllen den Mix ein. Mineralischer Dünger hat im Pflanzloch nichts zu suchen, da er die feinen Faserwurzeln schädigen kann. 

Tipp 4: Zum Willkommenspaket gehört auch lockerer Boden: Lockern Sie den Grund des Pflanzloches tiefgründig, bei Lehmböden auch die Wände, damit ein fließender Übergang mit dem Gartenboden entsteht. Sonst haben die Rosenwurzeln wenig Lust, die schön durchlässige Erde vom Pflanzloch zu verlassen und in den Gartenboden zu wachsen.

Tipp 5: Rosen sind hungrig. Futter gibt es aber erst, wenn die Rosen angewachsen sind und Nahrung auch zum Wachsen brauchen. Bei Herbstpflanzungen düngen Sie daher erst im nächsten Frühjahr, wenn die Rosen austreiben. Im Frühjahr gepflanzte Rosen bekommen erst im Juni einen Happen Dünger, wenn sie sicher angewachsen sind. Verwenden Sie mineralischen oder organischen Langzeitdünger und geben Sie ggf. zwei, drei Monate später noch einen Nachschlag.

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