04-02-19

Rosen aus dem Topf pflanzen

Tolle Blüten ohne Wartezeit


Rosen sind aus einem Garten kaum wegzudenken. Ob gefüllt oder ungefüllt, duftend oder nicht, in Weiß, Pink, Gelb oder Rot – ihre Blütenpracht ist legendär. Wenn sie denn von Anfang an zu den optimalen Bedingungen in die Erde kommt! Wie das geht, erfahren Sie hier. 

 

Rosen im Topf haben bereits komplette Wurzelballen, sind von Mai bis Oktober in jedem Gartencenter zu haben und man kann sie ganzjährig pflanzen – außer bei Frost, was natürlich auch für wurzelnackte Rosen gilt. Man hat sofort fertige Pflanzen im Beet und kann die Rosen auch in voller Blüte pflanzen. Ein klarer Vorteil gegenüber den wurzelnackten Rosen, bei denen man sich in punkto Blütenfarbe und -form auf den Bestellkatalog verlassen muss.

Rosen im Pflanzcontainer pflanzen

Im Container ist die Veredelungsstelle oft oberhalb der Erdoberfläche. Davon darf man sich aber nicht irritieren lassen: Im Beet muss die Stelle wie bei allen Rosen unter der Erde sein, auch wenn dabei einige Blätter mit Erde bedeckt werden. Das macht der Rose nichts. Containerrosen bekommen keinen Pflanzschnitt, nur abgeknickte und beschädigte Triebe kommen weg. 

Was sind ADR-Rosen?

Auf vielen Rosenetiketten findet man den Hinweis auf eine sogenannte ADR-Rose. Das Label zeichnet besonders pflegeleichte und robuste Sorten aus. ADR steht für „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung“ und ist wie ein TÜV-Siegel für Rosen - und wohl der härteste der Welt! Denn alle Probanden müssen sich an unterschiedlichen Standorten drei Jahre lang bewähren und dabei nicht nur eine gute Figur machen, lange blühen und gut mit Pilzen klarkommen, sondern auch gänzlich ohne Gift auskommen. Das schaffen nur die Besten der Besten! Wo erfahrungsgemäß Pilzkrankheiten Ihr Unwesen treiben, sollten Sie möglichst ADR-Rosen pflanzen.

 

Anleitung Schritt für Schritt:

Schritt 1: Tauchen
Ganz egal, wie das Wetter am Pflanztag ist: Tauchen Sie die Rosen so lange unter Wasser, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Ziehen Sie den Plastiktopf ab. Löst sich die Pflanze nur widerwillig, hilft ein Klaps auf den Topfboden. Lockern Sie stark verfilzte Wurzelballen mit einem scharfen Messer.

Schritt 2: Loch graben
Heben Sie das Pflanzloch so groß aus, dass es mindestens doppelt so breit und tief wie der Erdballen der Rose ist. 

Schritt 3: Boden lockern
Lockern Sie anschließend bei lehmigem Boden die Sohle und die Wände des Loches.

Schritt 4: Pflanzloch auffüllen
Nun füllen Sie das Pflanzloch mit einem Mix aus ausgehobener Erde und reifem Kompost oder Pflanzerde auf. Achtung: Die Veredelungsstelle muss einige Zentimeter unter der Erde liegen!

Schritt 5: Boden festigen
Treten Sie den Boden um die Rose herum vorsichtig fest. 6. Erdwall formen  Schütten Sie einen Erdwall ringsum die Rose auf, damit das Gießwasser nicht einfach seitlich wegfließt. 

 

Fünf allgemeine Pflanztipps für Rosen

Tipp 1: Für alle Rosen gilt: Weg mit dem Etikett, im Beet braucht man keinen Personalausweis! Die eng gebundenen Etiketten schnüren die Triebe sonst mit der Zeit ein und können ihn absterben lassen. Stammrosen können auf diese Weise sogar komplett eingehen. Die Namen der Rosen sollten Sie sich vorher aufschreiben oder auf Namensschildchen vermerken.

Tipp 2: Die Pflanztiefe richtet sich nach der Veredelungsstelle – das ist die Verdickung zwischen den ersten grünen Trieben und dem Wurzelhals. Diese sollte nach dem Pflanzen gut 5 cm tief im Boden sein, damit sie vor Austrocknung und direkter Sonne sicher ist. 

Tipp 3: Damit die neuen Gartenbewohner willig anwachsen, bekommen sie reifen Kompost oder Pflanzerde als Willkommensgeschenk ins Pflanzloch: Füllen Sie das Loch entweder abwechselnd mit einer Schaufel Pflanzerde und einer Schaufel Gartenboden auf oder vermischen zunächst beides grob mit dem Spaten und füllen den Mix ein. Mineralischer Dünger hat im Pflanzloch nichts zu suchen, da er die feinen Faserwurzeln schädigen kann. 

Tipp 4: Zum Willkommenspaket gehört auch lockerer Boden: Lockern Sie den Grund des Pflanzloches tiefgründig, bei Lehmböden auch die Wände, damit ein fließender Übergang mit dem Gartenboden entsteht. Sonst haben die Rosenwurzeln wenig Lust, die schön durchlässige Erde vom Pflanzloch zu verlassen und in den Gartenboden zu wachsen.

Tipp 5: Rosen sind hungrig. Futter gibt es aber erst, wenn die Rosen angewachsen sind und Nahrung auch zum Wachsen brauchen. Bei Herbstpflanzungen düngen Sie daher erst im nächsten Frühjahr, wenn die Rosen austreiben. Im Frühjahr gepflanzte Rosen bekommen erst im Juni einen Happen Dünger, wenn sie sicher angewachsen sind. Verwenden Sie mineralischen oder organischen Langzeitdünger und geben Sie ggf. zwei, drei Monate später noch einen Nachschlag.

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