04-02-19

Ein Heim für Wildbienen


Bauen Sie ein kleines Insektenhotel aus wenigen günstigen Materialien


Das ganze Jahr über ist im Garten etwas los, auch wenn man es in den Wintermonaten nicht so deutlich wahrnimmt. Immer sind Tiere unterwegs auf der Suche nach Futter und einem Unterschlupf. Die ersten Wildbienen fliegen bei milden Temperaturen schon Ende Februar und sorgen neben den Honigbienen für die Bestäubung unzähliger Obstgehölze. Mit nur wenigen Mitteln bauen Sie ihnen ein Heim im Garten, an dem auch Sie Ihre Freude haben werden.

In einer intakten Umwelt brauchen Insekten keine Hilfe, um zu überleben. Doch zu gut werden heute viele Gärten aufgeräumt, zu selten finden sich abgestorbene Äste oder liegengebliebenes Laub, die Nützlingen Schutz bieten. Deshalb kann ein Insektenhotel eine gute Hilfe sein – und dieses DIY-Projekt lässt sich auch noch leicht und schnell umsetzen!

Das brauchen Sie:

  • Holz (Stärke und Art nach Wunsch, auch Restholz ist gut geeignet): Boden 15 x 8 cm, zwei Seitenteile 20 x 8 cm, Dachteile 12 x 10 cm, Rückwand 30 x 15 cm
  • 3 Bambusrohre/Tonkinstäbe (je 2 Meter lang), 1 Aststück ähnlicher Dicke
  • 1 dicker, trockener Ast (geeignet sind u. a. Buche, Esche, Eiche)
  • Handsäge
  • Holzleim
  • Farbe (möglichst lösungsmittelfrei) zum Bemalen
  • ggf. Hammer, Nägel
  • Akku-Bohrer und Bohrer versch. Durchmesser
  • Schleifpapier

Tipp: Wenn sich Vögel Ihr Insektenhotel zunutze machen und es als Futterquelle missbrauchen, ist das ganz normal. Als Schutz Ihrer Gäste können Sie einen engen Maschendraht vor der Öffnung befestigen.

Anleitung Schritt für Schritt:

Schritt 1: Holz zuschneiden
Schneiden Sie die einzelnen Bauteile laut Materialliste mit einer Handsäge oder einer Stichsäge zu. Nach dem Anzeichnen die Holzstücke fest auf der Werkbank verspannen.

Schritt 2: Streichen
Ein Insektenhotel braucht nicht unbedingt Farbe, unbehandeltes Holz hält draußen aber nicht so lange wie geschütztes Material. Und ein Insektenhotel ist ja auf einem kleinen Balkon oder einer Terrasse durchaus ein Gestaltungselement  –  lassen Sie Ihrer Kreativität also freien Lauf. Wir haben uns für ein rotes Dach entschieden und hinterher auf die Rückenwand noch einen Himmel gepinselt. Verwenden Sie möglichst lösemittelfreie Lacke. Ggf. sind zwei Durchgänge nötig.

Schritt 3: Bambus/Äste zusägen
Während die Farbe trocknet, können Sie die Füllung des Insektenhotels vorbereiten. Dazu sägen Sie die Bambusstäbe passend zur Tiefe des Hotels zu (hier etwa 8 cm). Die Vorderseite der Stäbe mit etwas Schleifpapier glätten, damit sich die Bienen nicht verletzten können.  Auch den Ast teilen Sie in ca. 8 cm lange Stücke. Hier bohren Sie für noch mehr Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten Löcher mit unterschiedlichen Durchmessern von ca. 2 bis 12 mm. 

Schritt 4: Bauteile montieren
Verleimen und nageln Sie nun die einzelnen Bestandteile des Hauses. So ist die Verbindung auch beim Trocknen des Leims gesichert. Nach dem Trocknen des Holzleims eventuelle Reste entfernen. 

Schritt 5: Einrichten
Jetzt können Sie die zuvor zugeschnittenen Bambusstäbe und Aststücke ins Insektenhotel legen. Verteilen Sie zunächst etwas von dem lösemittelfreien Holzleim auf der Innenseite der Rückwand und arrangieren die Stäbe dicht an dicht, sodass alle Kontakt damit haben. Fangen Sie von unten an und arbeiten Sie bis zum Dach.

Während des Trocknungsprozesses können Sie dann noch die Rückwand bemalen. Anschließend das Hotel an geeigneter Stelle aufhängen und gespannt beobachten – es dauert meist nicht lange, bis die ersten Bewohner anklopfen!

Der richtige Standort
Das Insektenhotel sollte an einer regen- und windgeschützten, sonnigen Stelle (Südost bis Südwest) platziert werden. Es sollte in etwa ein bis zwei Metern Höhe fest montiert werden und darf nicht im Wind schwingen! Aufhängungsort kann zum Beispiel eine Haus- oder Garagenwand, ein Zaun oder ein Baumpfahl sein, aber auch mitten in der Stadt auf dem Balkon im 5. Stock lohnt es sich, so ein Hotel zu „eröffnen“. Idealerweise denken Sie auch an das nötige Futter für die Bienen und sorgen in der Umgebung  für Pflanzen mit einem passenden Nektar- und Pollenangebot.

Wichtig: Alle in Nisthilfen brütenden Wildbienen haben nur eine Generation pro Jahr. Den Winter überdauert sie in einem Ruhestadium. Deswegen sollten Sie auf keinen Fall im Winter alle Nisthilfen sauber machen oder die zugemauerten Löcher wieder aufbohren.

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  • Foto: Hellweg Baumärkte

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    Ein Heim für Wildbienen

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