08-02-19

Frühjahrskur für den Rasenmäher 


Die richtige Pflege für Benzin-, Elektro- und Akkumodelle


Altes Öl, verschmutzter Luftfilter oder brüchige Kabel? Damit Ihr Mäher im Frühjahr gleich loslegen kann, sollten Sie ihn vorher einem gründlichen Check unterziehen. Schon mit wenigen Handgriffen und etwas Pflege wird Ihr Benzin-, Akku- oder Elektromäher fit für die nächste Saison. 

 

Rasenmäher sollten am besten schon sauber in die Winterpause gehen, aber der Winter kommt dann meist doch überraschend… Daher findet die Beauty-Kur oft erst im Frühjahr statt. Bevor Sie starten, denken Sie bitte unbedingt daran, bei Elektromähern das Stromkabel zu ziehen, bei Akkumähern den Akku zu entnehmen und bei Benzinmähern den Zündkerzenstecker abzuziehen!

Tipp: Stellen Sie den Mäher am besten auf einen alten Gartentisch, damit Sie bequem im Stehen arbeiten können. Damit der Mäher nicht aus Versehen vom „OP-Tisch“ rollt, fixieren Sie zwei Holzleisten als Bremskeil vor und hinter den Rädern. Das geht mit Schraubzwingen oder Gripzangen am besten.

Die Grundreinigung
Dabei werden zunächst die groben Schmutzreste mit einer harten Bürste entfernt. Besonders verschmutzt sind meist die Räder und verwinkelte Zwischenräume zwischen Motor und Chassis, wo sich noch lange nach dem Mähen Erde oder Rasenschnitt verstecken. Zum Entfernen können Sie auch einen langen Pinsel nehmen oder den Mäher alternativ vorsichtig mit einem Kompressor sauber pusten. Den Luftstrahl dabei mit etwas Abstand auf den Mäher richten und nicht in Filter oder Kühlöffnungen richten. Anschließend reinigen Sie das gesamte Gerät von außen mit einem feuchten Lappen. Fließendes Wasser oder patschnasse Tücher sind bei Elektro- und Akkumähern am Motorgehäuse tabu.

Achtung: Legen Sie einen Benzinrasenmäher zum Reinigen nicht auf die Seite. Dann können Öl und Kraftstoff Luftfilter, Vergaser und Zylinderkopf überfluten. Ein schlechter Start beim nächsten Anlassen und dicker weißer Qualm sind die harmlosere Folge, eine teure Reparatur die lästigere. Kippen Sie den Mäher nur nach hinten und sichern ihn – ähnlich wie eine Motorhaube beim Auto – mit einer Metallstange oder einer stabilen Holzleiste. Wenn es gar nicht anders geht, legen Sie den Mäher so auf die Seite, dass der Luftfilter oben ist. Aber auch dann besteht ein Restrisiko. Beim Reinigen sollten Sie den Messerbalken möglichst nicht drehen. Auch dabei kann Öl in den Vergaser oder Luftfilter gelangen.

Unterbodenwäsche

Rasenmäher arbeiten viel besser, wenn das Messer nicht noch gegen den Widerstand anhaftender Erdreste ankämpfen muss. Falls das Mähdeck noch schmutzig ist, wird es jetzt mit einer harten Bürste oder einem Kratzer gereinigt. Tipp: Eine Malerrolle ohne die Fellwalze eignet sich auch gut dafür, wenn man ihr Ende mit Klebeband etwas „entschärft“.

Die Messer
Nur scharfe Messerbalken sorgen für ein einwandfreies Schnittbild und damit eine einheitlich grüne Rasenfläche. Im harten Mäheralltag machen aber Steine, Erde und andere Hindernisse den Messern zu schaffen und stumpfen diese ab. Es gibt zwar spezielle Schleifaufsätze für Multifunktionswerkzeuge, die aber viel Übung erfordern. Schleift man die Messer nicht richtig, läuft es nicht rund und es drohen gravierende Schäden an der Messerwelle. Tragen Sie bei allen Arbeiten in Messernähe Handschuhe, die Verletzungsgefahr ist nicht zu unterschätzen.


Elektro- und Akkumäher
Nach der Grundreinigung ist das Wellness-Programm bei diesen Geräten schnell erledigt: Ein paar Tropfen Öl auf die Gelenke beweglicher Teile wie Startbügel oder Radlager, ein kurzer Check der Stromkabel und Stecker auf offensichtliche Beschädigungen, schon ist der Mäher einsatzbereit. Vergessen Sie dabei Verlängerungskabel und Kabeltrommeln nicht. 

Benzinrasenmäher
Zündkerzen, Ölwechsel und Luftfilter – Benzinmäher sind zwar leistungsstark, haben aber den höchsten Wartungsaufwand. Die Geräte sollen mit leerem Tank in die Winterpause gehen, wofür Sie den Motor laufen lassen, bis er von selbst ausgeht. Bleibt altes Benzin im Tank, springt der Mäher im Frühjahr in der Regel schlecht an und das auch nur unter Ausstoß wilder Rauchzeichen.

Ölwechsel

Der erste Schritt bei der Wartung jedes Benzinmähers: Ziehen Sie den Zündkerzenstecker. Rasenmäher haben in der Regel keinen Ölfilter, der sich den feinen Metallabrieb aus dem Öl schnappt und dadurch die Lebensdauer des Motors deutlich erhöht. Daher ist ein Ölwechsel mindestens einmal im Jahr nötig, was am besten bei warmem Motor geht. Füllen Sie etwas Benzin ein, lassen Sie ihn dazu kurz laufen und ziehen anschließend sicherheitshalber wieder den Zündkerzenstecker. Die Ölablassschraube öffnen und das Öl auslaufen lassen. Dabei hinterlassen Ungeübte schnell eine ölige Schweinerei. Wesentlich einfacher geht es mit einem Ölwechsel-Set aus dem Fachhandel: Mit einem Schlauch und einer großen Spritze saugen Sie das alte Öl aus dem Tank und füllen es in die mitgelieferte Sammelflasche. Achtung: Altöl muss beim Wertstoffhof abgegeben werden! Füllen Sie das frische Öl ein. Die nötige Menge steht in der Betriebsanleitung des Rasenmähers. Meist haben die Ölflaschen einen eingebauten Einfüllstutzen, sodass ein Trichter nicht immer nötig ist. Lassen Sie den Mäher nach dem Ölwechsel kurz laufen und kontrollieren anschließend die Ölmenge im Tank mit dem Ölmessstab. 

Zündkerze
Lösen Sie mit einem Zündkerzenschlüssel die Zündkerze und schrauben sie heraus. Die Elektrode der Zündkerze muss hellbraun sein, dann verbrennt der Kraftstoff richtig. Ist sie verrußt, muss sie ausgetauscht werden. 

Luftfilter
Der Luftfilter sorgt dafür, dass der Motor nur saubere Luft bekommt und das Benzin optimal verbrannt wird. Bei einem verstopften Filter läuft der Motor unruhig und verschleißt schneller. Bei Rasenmähern sind Luftfilter mit Papierrippen üblich. Der Luftfilter sitzt hinter einer Kunststoffabdeckung. Je nach Mähermodell die Schraube oder Spange am Luftfilterdeckel lösen und den Deckel aufklappen oder abnehmen. Zum Reinigen klopfen Sie den Luftfilter nur aus oder reinigen ihn mit einer weichen Bürste. Nicht mit Druckluft durchpusten, dann setzt sich der Staub erst recht in den Poren oder das Papier reißt sogar. Machen Sie bei einem beschädigten oder sehr stark verschmutzten Filter keine Kompromisse und erneuern ihn. Setzen Sie den Filter zurück ins Gehäuse, er darf nicht wackeln oder schief sitzen.

Mähern mit Radantrieb: Am Hang ist ein Radantrieb überaus praktisch, in der Werkstatt erfordert er etwas Aufmerksamkeit. Die Getrieberäder des Antriebs bekommen einmal jährlich oder alle 50 Betriebsstunden einen Schuss harzfreies Öl. Reinigen Sie die Räder vor dem Abnehmen und wischen Sie sie feucht ab. Wenn Staub an die Zahnräder kommt, sind Beschädigungen programmiert. Ziehen Sie die Radkappen ab und lösen die Radmutter. Merken Sie sich, wie viel Spielraum das Rad hat, damit Sie es nachher nicht zu fest anschrauben. Es darf kein Spiel haben, muss sich aber leicht drehen lassen. 

Produktinfo:

Links

Downloads

Fotos & Grafiken
  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

  • Foto: DIY Academy

Texte
  • pdf
    Frühjahrskur für den Rasenmäher 


Verwandte Pressemeldungen

17-07-18

Frisches Grün trotz Sommerhitze

Fünf Tipps für einen schönen, gesunden Rasen

Hochsommerliche Temperaturen und lang anhaltende Trockenheit machen vielen Pflanzen zu schaffen. Besonders der Rasen leidet unter der großen... [mehr]

18-05-18

Sieben Tipps für den perfekten WM-Rasen

So trimmen Sie Ihre Halme wie ein Profi

Pünktlich zum Anpfiff soll er in Topform sein: stark, strapazierfähig, lückenlos. Gemeint ist nicht etwa das deutsche Mittelfeld oder der... [mehr]

26-02-13

Immer saftig grün

Regelmäßiges Vertikutieren lässt den Rasen gedeihen

Auch wenn er nicht die Golf-Liga erreichen soll, ein Rasen bedeutet stets eine Herausforderung für den engagierten Hobbygärtner. Damit... [mehr]

Presse-Newsletter

Sie möchten regelmäßig Informationen erhalten?

Dann abonnieren Sie jetzt unseren Presse-Newsletter!

Jetzt bestellen

Ihr Ansprechpartner

Mareike Hermann

Presse-Redaktion

+49 221 277 595-11

E-Mail schreiben

Katja Fischborn

Presse-Redaktion

+49 221 277 595-27

E-Mail schreiben

Unsere Experten

Sie suchen Experten für Interviews?

Wir vermitteln Ihnen die richtigen Ansprechpartner für TV- und Radiointerviews sowie als Tipp- und Ratgeber für Print- und Online-Artikel.

Unsere Experten