24-07-19

Darüber sollten Sie Gras wachsen lassen!

In wenigen Schritten zu einem vorzeigbaren Rasen


Sieht Ihr Rasen nach einer Hitzeperiode aus wie ein brauner Flickenteppich, können Sie ihn mit einem Trick ohne umzugraben erneuern – mit Blumenerde und hochwertigem Rasensamen. Das geht auch mit jahrelang ungepflegtem Rasen, der endlich wieder gut aussehen soll!

 


So schön der Sommer auch ist – für den Rasen bedeuten Hitze und Sonne Stress pur. Ist das Gras braun geworden und sieht etwas schäbig aus, geraten Sie nicht gleich in Panik. Oft sind die Trockenschäden nur oberflächlich. Solange die Graswurzeln noch intakt sind, wird sogar ein auf den ersten Blick verbrannter Rasen bei kühleren Temperaturen nach mehreren Regentagen wieder grün. Bei lehmigen Böden ist das allerdings eher zu erwarten als bei reinen Sandböden. Einen Haken gibt es natürlich auch: Wenn sich der Rasen erholt, müssen Sie in jedem Fall mit Unkräutern rechnen, die sich im geschwächten Grün breit gemacht haben und mit den ersten Regentagen ein enormes Wuchstempo vorlegen.

Zuerst muss das Unkraut weg


Einzelne Lücken in der Grasnarbe können Sie relativ einfach mit Rasensaat schließen. Bleibt der Rasen aber ein Flickenteppich, sollten Sie ihn von Grund auf erneuern. In dem Fall hilft auch ein Totalherbizid, sodass Sie sich nicht noch mit Unkrauthacken abmühen müssen.
Diese Unkrautbekämpfungsmittel wirken innerhalb von einer Woche, zeigen aber schon nach ein paar Stunden erste Resultate. Herbizide für größere Flächen sind Konzentrate, die Sie mit einer Gartenspritze ausbringen – und diese am besten nur für diesen Zweck nehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie aus Versehen andere Pflanzen damit spritzen und schädigen! Viele Herbizide enthalten organische Säuren wie Pelargonsäure als Wirkstoff, für die es speziell geeignete Spritzen gibt. Sonst könnten diese Säuren Dichtungen oder Metallverschlüsse angreifen.

Das Prinzip unserer Methode ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Der Vertikutierer öffnet für den Bodenaktivator den nach einer Trockenperiode meist dichten und unbelebten Boden und sorgt für den nötigen Bodenschluss der Saat. Die Blumenerde bringt Humus in den Boden, hält die Grassamen feucht und schützt sie außerdem vor hungrigen Vögeln.

Wichtig: Entfernen Sie beim Bodenbearbeiten auch die letzten noch verbliebenen Unkräuter. Bei sandigen Böden lassen sich diese oft einfach mit den Grubberzinken aus dem Boden ziehen.

Das brauchen Sie:

  • Rasenmäher
  • Vertikutierer, alternativ Grubber
  • Schubkarre
  • Schaufel
  • Straßenbesen
  • Gartenschlauch, Spritze, Rasensprenger
  • einige Säcke Blumenerde (80 Liter/10 qm)
  • Bodenaktivator
  • hochwertigen Rasensamen


Anleitung Schritt für Schritt:

Schritt 1: Mähen, so viel es geht
Mähen Sie die Fläche so tief wie möglich ab. Jeder Rasenmäher hat eine Einstellmöglichkeit, mit der Sie das Messer auf die niedrigste Stufe stellen können.

Schritt 2: Vertikutieren
Lockern Sie den Boden mit einem Vertikutierer, den Sie ausnahmsweise so tief einstellen, dass er auch den Boden leicht aufritzt. Der Vertikutierer holt meist noch Unkrautreste und Moos aus der Fläche.

Schritt 3: Bodenaktivator verteilen
Verteilen Sie den Bodenaktivator gleichmäßig auf der Fläche.

Schritt 4: Boden wässern

Falls der Boden sehr trocken ist, wässern Sie diesen gründlich. Das ist besonders bei lehmiger Erde wichtig, die dadurch weich und aufnahmefähig wird.

Schritt 5: Saat und Erde mischen
Mischen Sie die Blumenerde in der Schubkarre mit der Saat. Pro Schubkarre mit ca. 80 Liter Erde nehmen Sie 350 bis 400 g Saat.
Achtung: Kompost ist dafür nicht geeignet. Er enthält meist so viele Unkrautsamen, dass Sie damit einen Unkrautacker aussäen würden.

In dem Mix sollten die Samen so verteilt sein, dass sie etwa einen Daumenbreit auseinander liegen. Enger ist nicht schlimm.

Schritt 6: Saat-Mix verteilen
Verteilen Sie die Erde: 80 Liter Erde reichen grob für zehn Quadratmeter Fläche. Schaufeln Sie die Erde entweder direkt auf den Rasen oder kippen Sie einzelne Erdhäufchen aus und verteilen die Erde zum Beispiel mit dem Straßenbesen möglichst gleichmäßig über die gesamte Fläche.

Schritt 7: Wässern, wässern
Bis zum Keimen muss die Saat feucht bleiben. Dabei ist die Erde ein Gießindikator: Wird sie hell, ist sie trocken und Sie sollten wässern. Walzen ist hier nicht nötig, die Blumenerde matscht sich quasi von selbst am Boden fest und dieser ist ja ohnehin schon trittfest.

Schritt 8: Die weitere Pflege
Die Saat keimt je nach Temperatur nach etwa sieben bis zehn Tagen und wächst zu einem dichten Teppich. Der erste Schnitt ist fällig, wenn die Halme gut zehn Zentimeter hoch sind. Der Rasen braucht viel Wasser und kann nach gut vier Wochen normal betreten und dann regelmäßig gemäht und mit organischem Rasendünger gedüngt werden, damit er möglichst lange schön bleibt.

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