20-09-19

Erfrischung im Rhabarberblatt

Anleitung für eine Vogeltränke aus Beton


Amseln, Drosseln, Finken – alle müssen trinken! Wer Vögel in seinem Garten liebt und gerne beobachtet, kann den Tieren mit diesem Projekt ein wenig Luxus anbieten: Eine selbstgemachte Tränke aus Beton sorgt für Trink- und Bademöglichkeiten. Positiver Nebeneffekt: So stillen die Vögel ihren Durst weniger an Ihren Johannisbeeren oder Kirschen und Sie können meistens selber mehr ernten.

 

Wichtige Tipps

Eine Vogeltränke sollte generell flach sein und sanft auslaufende Ränder haben. So können auch unerfahrene Jungvögel bedenkenlos ein Vollbad nehmen. Die Sonne heizt das Wasser schnell auf und die Vögel „kleckern“ beim Planschen natürlich auch schon mal. Sauberkeit ist daher ist Pflicht – ein täglicher Wasserwechsel wäre zwar ein super Service, ist aber nicht immer praktikabel. In der Natur gibt es auch niemanden, der Pfützen und andere Wasserstellen reinigt. Lassen Sie die Vogeltränke bei jedem Befüllen oder Auffüllen überlaufen, das spült Verunreinigungen einfach heraus. Nur bei erkennbarem Kot im Wasser sollten Sie gleich handeln und die Vogeltränke säubern und das Wasser wechseln.

Das betonierte Blatt

Die Vogeltränke lässt sich auch aus Betonresten von anderen Projekten schnell bauen und ist in nicht einmal einer Stunde fertig. Danach muss sie lediglich einige Tage trocknen. Ganz wichtig ist, dass Sie feinkörnigen Beton verwenden, damit sich die feine Blattstruktur schön abzeichnet. Die Größe des Rhabarberblattes bestimmt die Größe der Vogeltränke, deren Tiefe legen Sie mit der Höhe des Sandhaufens fest. Tipp: Die fertige Vogeltränke außen mit Buttermilch einpinseln, dann siedeln sich Algen und Flechten schneller an und lassen den Beton im Zeitraffer romantisch altern.

Das brauchen Sie: 

  • Rhabarberblatt oder ein anderes großes Blatt
  • Feinkörniger Beton
  • alten Eimer oder Mörteleimer und Holzstab zum Anrühren
  • Sand
  • Speiseöl und alten Pinsel
  • ggf. Messer, Pinzette 

 

Anleitung Schritt für Schritt:

Schritt 1: Vorbereitung
Suchen Sie sich ein passendes Blatt zum Abformen. Es sollte eine typische Form haben und möglichst unbeschädigt sein. Kleinere Löcher sind nicht schlimm.

Schritt 2: Sandabdruck vorbereiten
Schütten Sie den Sand an einem schattigen Platz bspw. auf einem stabilen Tisch zu einem Haufen auf. Formen Sie ihn zu einem länglichen Gebilde und klopfen ihn fest. Falls der Sand zu trocken ist und nicht hält, feuchten Sie ihn an.

Schritt 3: Blatt positionieren
Das Blatt mit der „schönen“ Seite nach unten auf den Sandhaufen legen. Es muss überall direkten Kontakt zum Sand haben, sonst gibt es später Dellen.

Schritt 4: Gut einölen
Eine Lasur aus Speiseöl sorgt dafür, dass sich das Blatt später leichter vom Beton lösen lässt. Andernfalls ist mühsames Schrubben mit einer Bürste angesagt.

Schritt 5: Beton verteilen
Rühren Sie den Beton an und verteilen die breiige Masse gleichmäßig auf dem Blatt. Die Schicht sollte je nach Blattgröße mindestens ein bis zwei Zentimeter dick sein. Achten Sie auf die Verarbeitungszeit: Bei Blitzzement sind es nur Minuten, in denen sich die Masse verteilen und modellieren lässt. Das Blatt sollte an den Rändern noch eben zu sehen sein, der Beton nicht bis in den Sand laufen. So sehen die Ränder der Vogeltränke später natürlicher aus. 

Schritt 6: Stiel entfernen
Schneiden Sie den Blattstiel ab und füllen das entstandene Loch ebenfalls sorgfältig mit Beton. Dann alles trocknen lassen, dazu die Konstruktion abdecken oder relativ regensicher aufstellen.

Schritt 7: Blatt abziehen
Je nach Beton ist dieser nach einem bis drei Tagen durchgetrocknet und Sie können die Vogeltränke vorsichtig umdrehen. Ziehen Sie zunächst das Blatt möglichst vorsichtig und großflächig ab. 

Schritt 8: Reinigen 
Ein Messer reinigt die feinen Blattadern am besten und löst die Fasern der Blattrippen heraus. Je näher man zum Stiel kommt, desto dicker werden die Blattadern. Lassen Sie widerspenstige Exemplare ein paar Tage trocknen und ziehen sie diese dann einfach mit einer Pinzette heraus. 

Die Vogeltränke aufstellen

Perfekt ist ein Standort, den man vom Fenster aus gut beobachten kann. Das machen jagende Katzen aber auch – die Trinkwanne sollte daher frei stehen, damit sie sich nicht unbemerkt anschleichen können. Das nächste Gebüsch sollte mindestens drei Meter entfernt sein, sodass die Vögel ihre Umgebung gut einsehen können. Ideal ist ein etwas erhöhter Standort etwa auf einem Pfosten oder einer Mauer.  Auch wenn der Beton prinzipiell frostfest ist, überwintern Sie die Tränke besser im Haus. Und wenn doch etwas springt, wissen Sie ja, wie Sie ganz schnell ein neues Exemplar anfertigen!

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