24-05-18

Fliesenspiegel selbst machen

DIY-Projekt in der Küche


Fettspritzer, Soßenflecken – wer gerne kocht, weiß es zu schätzen, einfach abwischbare Fläche hinter dem Herd zu haben. Ein Fliesenspiegel ist heute eine sicher klassische, aber auch unschlagbar langlebige und robuste Variante der Rückwand in der Küchenzeile. So ein überschaubares Projekt ist auch für Neulinge im Umgang mit Keramikfliesen geeignet. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie es gelingen kann.

Je nachdem, wie Ihr Renovierungsprojekt derzeit aussieht, müssen Sie verschiedene Vorarbeiten erledigen: Alte Wandbeläge müssen auf jeden Fall runter, Löcher und Risse müssen verspachtelt werden. Damit ein tragfähiger, trockener und nicht saugender Untergrund entsteht, müssen Sie die Wand mit Tiefengrund behandeln. Auch bereits montierte Steckdosenrahmen sollten Sie abnehmen, Arbeitsfläche, Böden und Schränke sorgfältig abdecken.

Tipp: Es gibt Fliesen, die bereits auf einem Netz oder einer Matte befestigt sind und so etwas schneller und einfacher – da bereits korrekt ausgerichtet mit gleichmäßigen Abständen – verlegt werden können. Besonders für kleine Formate wie Mosaike bietet sich diese Variante an.

Materialliste:

  • Pinsel und Farbwanne
  • Wasserwaage, alternativ Kreuzlinienlaser
  • Zahnkelle oder Zahnspachtel
  • Fliesenkreuze
  • Kelle
  • Fuggummi
  • Schwammbrett
  • Ggf. Silikonkartusche
  • Rührquirl und Bohrmaschine
  • Ggf. Fliesenschneider
  • Mörteleimer
  • Fliesen
  • Flex-Fliesenkleber
  • Fugenmörtel
  • Reiniger


So geht es Schritt für Schritt:

Schritt 1: Tiefengrundierung

Vor dem Verfliesen behandeln Sie die gesamte Wandfläche nach Anleitung des Herstellers mit Tiefen- oder Sperrgrund. Das ist besonders dann notwendig, wenn die Fliesen auf saugfähigen Untergründen wie Gipsplatten, mineralischen Putzen oder Porenbeton aufgebracht werden sollen.

Schritt 2: Erste Reihe anzeichnen

Ein Fliesenspiegel hat oft eine definierte, überschaubare Größe. Dennoch besteht immer die Gefahr, dass die Fliesenreihen schief werden. Das ist sehr ärgerlich, weil es sich später kaum korrigieren lässt, ohne die ganze Arbeit erneut zu machen.

Zeichnen Sie deshalb für die erste Reihe eine exakt waagerechte Linie an. Außerdem markieren Sie mittig in der zu verfliesenden Fläche eine senkrechte Linie. Von hier aus werden die Fliesen nach rechts und links verlegt. Schließlich will man später nicht alle ggf. geschnittenen Fliesen auf einer Seite haben, sondern möglichst gleichmäßig verteilen. Wenn Sie eine Bordüre verlegen wollen, sollten Sie deren Position ebenfalls vorab einzeichnen. Hilfreich kann bei dieser Arbeit ein Kreuzlinien-Laser sein.

Schritt 3: Kleber anrühren, auftragen und verteilen

Rühren Sie den Fliesenkleber exakt nach den Herstellerangaben mit Wasser an. Bei flexiblen Untergründen wie Gipskarton sollte entsprechender Flex-Kleber verwendet werden. Diesen gibt es meist in großen Gebinden im Sack zu kaufen, zum Anmischen im Eimer ist ein Rührer sehr sinnvoll! Komfortabler, aber etwas teurer sind Dispersionskleber, die bereits fertig angemischt sind und die es auch in kleineren Gebinden zu kaufen gibt. Den Kleber portionsweise auf die Zahnkelle geben. 

An der markierten Mittellinie mit der geraden Seite der Kelle leicht schräg ansetzen und den Kleber möglichst gleichmäßig auf die Fläche ziehen. Nicht direkt die ganze Wand damit bestreichen, sondern abschnittweise arbeiten, da der Kleber sonst vorzeitig anzieht und dann nicht mehr so gut haftet.

Die Klebefläche dann mit der gezahnten Seite durchkämmen.

Schritt 4: Fliesen legen

Haben Sie sich für kleinformatige Fliesen entschieden, gibt es diese oft auf einem Trägermaterial, das Sie direkt in den Kleber setzen können. Natürlich können Sie die Fliesen auch einzeln verlegen, bei großformatigen Exemplaren gibt es ohnehin keine Alternative. Richten Sie die Fliesen an der markierten oberen Linie aus und drücken Sie sie gut an. Arbeiten Sie von oben nach unten.

Fliesenkreuze sollten Sie unbedingt verwenden, um einen einheitlichen Abstand einzuhalten! Kontrollieren Sie die Ausrichtung ab und zu mit der Wasserwaage oder dem Laser. Solange der Kleber feucht ist, können Sie noch etwas korrigieren.

Auch eine Mosaikbordüre lässt sich so verarbeiten.

Die Netze lassen sich meist problemlos kürzen. Anders sieht es aus, wenn Fliesen zugeschnitten werden müssen. Für gerade Schnitte gibt es spezielle Fliesenschneider, die die Fliese soweit anritzen, dass diese sich brechen lässt.

Schritt 5: Verfugen

Ist der Fliesenkleber ausreichend getrocknet (nach ca. 24 Stunden), rühren Sie den Fugenmörtel wie vom Hersteller beschrieben mit Wasser an. Haben Sie einen Flex-Kleber verwendet, sollten Sie auch einen flexiblen Mörtel wählen. Meist können Sie sich die Fugenfarbe aussuchen, möglich ist vieles von Weiß bis Schwarz, aber auch Brauntöne.

Mit dem Fuggummi die quarkähnliche Mischung diagonal auf den Fliesen verteilen, sodass sich in allen Fugen gleichmäßig das Material absetzt. Überschüssige Masse am Ende abnehmen. Nach einigen Minuten ist der Mörtel leicht angetrocknet. Dann können Sie die Fliesen mehrfach mit dem angefeuchteten Schwammbrett reinigen. 

Ein leichter Grauschleier verbleibt meist. Diesen entfernen Sie nach ein paar Tagen mit einem Tuch und etwas Spüliwasser oder einem Zementschleier-Entferner. Ecken und Ränder werden zum Schluss noch mit Silikon abgedichtet, damit kein Wasser unter die Oberflächen laufen kann.

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  • Foto: DIY Academy / Draksal Fachverlag

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