01-12-20

Flotter Feger aus Birkenreisig

Sauberer Garten mit selbstgemachten Besen


Reisigbesen haben sich seit Jahrhunderten bewährt, sind aber etwas in Vergessenheit geraten. Ob zum Säubern von Auffahrten, Terrassen und Wegen oder auch als Utensil für kleine Hexen und Magier – ein Besen passender Größe lässt sich selber binden und Material dafür fällt im Garten oft reichlich an.

 

Das brauchen Sie: 

  • viel Reisig, 60 bis 70 cm lang. Das Reisig sollte nicht zu nass, aber noch biegsam sein, da der Besen sonst zusammenschrumpft und Sie den Draht später nachspannen müssen. Geeignetes Reisig kommt von Birken, Haseln, Hartriegel, festem Ginster oder auch Blaubeeren.
  • Besenstiel oder einen gerade gewachsenen, gut drei Zentimeter dicken Ast mit möglichst glatter Rinde. Besonders gerade sind Haseltriebe oder Zweige von jungem Ahorn, es funktioniert aber auch mit anderen Gehölzen. Die Stiellänge hängt vom Reisigbündel ab. Der gesamte Besen sollte ca. 160 Zentimeter lang sein; wenn er als Kinderspielzeug dient, natürlich weniger. Ziehen Sie davon die Länge des Reisigbündels ab, dann haben Sie die Stiellänge.
  • Spanndraht oder Weidezaundraht, 2 bis 2,5 mm dick. Am besten eignet sich blanker Draht, der grün ummantelte lässt sich schlecht verdrillen. Wenn Sie nur 1,5 bis 1,8 mm dicken Draht bekommen, nehmen Sie diesen einfach doppelt. Dünnerer Draht zerreißt schon beim Verdrillen.
  • Paketband/Schnur
  • Handschuhe
  • Gartenschere
  • scharfe Handsäge
  • Spanngurt
  • Kombizange
  • stabiles Gartenmesser oder leichte Machete zum Entrinden des Stiels
  • Akkuschrauber
  • 4 mm Schraubhaken (Tipp: Damit geht das Verdrillen vom Draht besonders gut.) 


Das Prinzip der Besen ist einfach: Je nach gewünschter Dicke besteht er aus zwei oder drei Einzelbündeln, die Sie jeweils unter hoher Spannung mit Draht zusammenbinden und diese dann wiederum zum eigentlichen Besen zusammenpressen und mit Draht binden müssen. Beim Binden braucht man Kraft, die niemand mit der Hand aufbringen kann. Früher nahm man dafür einen sogenannten Wolfsrachen – eine riesige, brachial aussehende Rundzange mit langem Griff. Wer so etwas nicht hat, greift auf Spanngurte zurück, wie man sie zur Ladungssicherung verwendet.

Der Besenstiel wird nicht festgebunden, sondern ebenfalls mit Kraft ein Stück in das Reisigbündel gerammt. Deshalb muss der Draht wirklich stabil sein!

So binden Sie den Besen Schritt für Schritt:

Schritt 1: Zweige verdrehen
Verdrehen Sie eine Handvoll Reisig unterschiedlicher Dicke zu einem kleinen Bund. Es macht nichts, wenn sich die Zweige anschließend wieder ein wenig entrollen. 

Schritt 2: Zweigbündel verspannen
Fassen Sie zwei oder drei der so verdrillten Zweige zu einem Bündel zusammen und ziehen sie mit einem Spanngurt so fest wie möglich zusammen.

Schritt 3: Bündel mit Draht sichern
Wickeln Sie nun Draht um das Bündel und drehen diesen fest. Verdrehen Sie beide Drahtenden so zu einer Schlaufe, dass möglichst kein Draht herausragt. Tipp: Sie können den Draht mit einem Akkuschrauber besonders fest und schnell verdrillen, indem Sie einen Schraubhaken statt einem Bit einspannen, den Haken durch die Drahtschlaufe fädeln und mit der Motorkraft des Schraubers festziehen. Halten Sie das Bündel dabei in ausreichender Entfernung, damit kein Finger eingeklemmt wird!

Wenn das Reisig sehr lang ist, binden Sie die Zweige weiter vorne noch mit Paketschnur etwas zusammen. Dann wird das Bündel handlicher. Die Schnur kann auch später dranbleiben, sie stört nicht.

Fertigen Sie je nach gewünschter Besendicke zwei oder drei solcher Bündel. 

Schritt 4: Bündel erneut zusammenfassen und sichern
Binden Sie nun diese zwei oder drei Einzelbündel wieder mit einem Spanngurt zusammen und fixieren sie erneut mit Draht. Bei kleineren Besen an zwei Stellen, bei längeren an drei Stellen. Formen Sie wieder Drahtschlaufen und nehmen den Akkuschrauber zu Hilfe. 

Schritt 5: Zweige „frisieren“
Kürzen Sie jetzt das Bündel auf eine einheitliche Länge und geben dem Besen damit seine Form. Dafür können Sie an einem Ende eine Gartensäge, am anderen eine Gartenschere benutzen.

Schritt 6: Besenstiel anspitzen
Spitzen Sie den als Besenstiel vorgesehen Ast etwa mit einer Machete oder einem scharfen Messer an und entfernen wahlweise die Rinde. Dann liegt der Besen in der Regel besser in der Hand. 

Schritt 7: Stiel und Besenkopf verbinden
Jetzt ist etwas Kraft nötig: Rammen Sie den Besenstiel mit der Spitze voran mittig in den Besenkopf, indem Sie ihn mehrfach kräftig auf eine feste Unterlage aufschlagen. Ziehen Sie dafür unbedingt Handschuhe an!Der Stiel sollte bis zum zweiten Drahtring im Reisig stecken, mindestens aber 15 Zentimeter.

Schritt 8: Stielansatz beschneiden
Schneiden Sie nun noch den Stielansatz leicht schräg in Form. Das sieht einfach schöner aus und lässt sich mit einer Gartenschere erledigen.

Ebenfalls eine optische Verbesserung ist eine feste Kordel, die Sie um den Draht wickeln und ihn damit kaschieren. Falls noch Reste der Drahtschlaufen überstehen und der Besen als Kinderspielzeug dienen soll, wickeln Sie auf jeden Fall zur Vermeidung möglicher Verletzungen eine Kordel um den Besen.

Tipp: Hat der Besen lange Ruten, sind diese recht weich. Binden Sie in dem Fall einfach eine feste Kordel in einiger Entfernung vor dem letzten Drahtring um den Besen, dann wird er steifer. Wenn sich die Ruten mit der Zeit abnutzen, entfernen Sie die Kordel einfach wieder und Sie können ihn normal weiternutzen. 

Produktinfo:

  • Profi Bypass-Gartenschere, Xtract Gartensäge, WoodXpert Machete XA3 von Fiskars
  • Akkuschrauber UniversalDrill 18V von Bosch
  • Arbeitshandschuhe von Kübler Workwear

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