21-04-16

Kletterfreie Zone

Balkon für Kinder sicher machen


Kinder klettern gerne. Auf dem Balkon können Kletteraktionen aber schnell sehr gefährlich werden. Um Stürze und Verletzungen zu vermeiden, reicht Achtsamkeit allein manchmal nicht aus. Schon bei der Planung eines neuen Balkons oder bei der Modernisierung kann man Sicherheitsmaßnahmen treffen.



Am sichersten sind Brüstungen oder Geländer mit einer geschlossenen Fläche. Hier können die Kleinen weder an Streben hochklettern noch ihren Kopf durch die Stäbe stecken. Im Gegensatz zu flächigen Balkonbrüstungen sind andere Modelle mit eben diesen Verstrebungen (z. B. Holzbretter, Metallstäbe) ausgestattet, die in einem bestimmten Abstand voneinander angeordnet. Die einzelnen Stäbe dürfen nur maximal 14 Zentimeter voneinander entfernt sein, um noch einen entsprechenden Absturzschutz von Kleinkindern zu gewährleisten.

Vergitterte Brüstungen

Viele Balkone - vor allem bei Altbauten - besitzen vergitterte. Was zwar optisch sicher gut zum Stil der Architektur passt, stellt für Kinder eher ein Sicherheitsrisiko dar. Sie bieten hervorragende Klettermöglichkeiten und sind damit nicht mehr kindersicher. Deshalb empfiehlt der TÜV, die Verstrebungen fest zu verkleiden. In Frage kommen dafür Platten aus Holz oder Aluminium, Milchglasscheiben. Balkonverkleidung aus Stoff oder Plane eignen sich nicht ganz so gut, weil sie trotz Befestigung noch flexibel sind. Sollten Sie sich dennoch dafür entscheiden, sorgen Sie dafür, dass die Verkleidung straff gespannt und fest montiert ist. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich die Befestigungen (üblich sind oft Kabelbinder) gelockert oder gelöst haben.
Balkonverkleidungen bieten neben der Kindersicherheit auch noch weitere Vorteile: Auf dem Balkon sitzen die Bewohner geschützt vor Blicken von Passanten und Nachbarn, und auch Windböen werden abgebremst.

Geländer mit waagrechten und senkrechten Streben

Waagrechte Stäbe an Balkongeländern sind ebenfalls gefährlich. Sie wie übernehmen unfreiwillig die Funktion einer Leiter und ermuntern Kinder dazu, daran hochzuklettern und herumzuturnen. Bauen Sie neu, sollten Sie von Anfang an, also schon während der Planung auf eine solche Lösung verzichten baut. Im Wohnungsbestand können Sie das Balkongeländer ebenso wie bei vergitterten Brüstungen nur durch stabile und fest montierte Platten ungefährlich für Ihre Kinder machen.
Senkrechte Balkongitter sind generell am Besten geeignet. Allerdings können auch sie Gefahren bergen, wenn sie nicht richtig konstruiert sind und bestimmte Kriterien erfüllen. Damit weder Kopf noch Körper eines Kindes durch die senkrecht angeordneten Stäbe passen, dürfen die Sprossen höchstens 14 Zentimeter Abstand zueinander haben. Dieser Wert ist gesetzlich vorgeschrieben und muss deshalb eingehalten werden. Besser ist aber, wenn der Abstand noch geringer ist. So kann definitiv nichts mehr passieren.

Rutschige Bodenbeläge

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist zweifelsohne ein stabiles und sicheres Balkongeländer. Verletzungen können auf Balkonen allerdings auch bei Stürzen auftreten. Regen- oder Gießwasser auf dem Boden kann nicht nur für Kinder gefährlich werden. Pfützen bilden sich vor allem dann, wenn das Gefälle nicht den baulichen Vorgaben von 1 bis 2 Prozent entspricht oder Abflüsse durch Laub und Dreck verstopft sind. Um Ihre Kinder beim Spielen vor Stürzen zu schützen, sollten Sie einen möglichst rutschfesten Belag wählen. Auf dem können die Kleinen auch dann sicher laufen und rennen, wenn sie nur auf Strümpfen unterwegs sind.

Stolperfalle: Fensterrahmen

Problematisch sind auch die Übergänge vom Wohnraum zum Balkon. Der Rahmen der Fenstertür stellt sowohl für Kinder als auch für ältere Leute eine Stolperfalle dar. Sanieren Sie Balkon und Fenster können Sie heute auch bodengleiche Modelle wählen. Im modernen Wohnungsbau wird immer häufiger auf barrierefreie Lösungen geachtet.

Vorsicht, Kletterhilfen!

Alle baulichen Vorsichtsmaßnahmen helfen nichts, wenn Sie Ihre Aufsichtspflichten verletzen. Denn: Kinderfantasie kennt keine Grenzen. Ein Stuhl, ein Tisch, ein Blumenkübel oder eine Getränkekiste bieten hervorragende Klettermöglichkeiten, die Kinder in unbeobachteten Momenten gerne nutzen. Also: Lassen Sie Ihre Kinder nicht aus den Augen, oder räumen Sie alle Gegenstände weg, die als Steighilfe dienen könnten.

Downloads

Fotos & Grafiken
  • Foto: Dremel

  • Foto: Ebertsankey/Fiskars

  • Foto: alfer aluminium

Texte
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