02-05-13

Stärker als Holz, Stein und Metall

Auf den passenden Bohrer kommt es an


In nahezu jedes Material lässt sich bohren. Dafür sind nur das passende Elektrowerkzeug und vor allem der richtige Bohrer nötig. Doch nicht immer ist auf den ersten Blick klar, um welche Art von Bohrer es sich handelt.

 

 


Die Untergründe und Werkstoffe, in die gebohrt werden soll, sind sehr vielfältig und besitzen unterschiedliche Materialeigenschaften. Ein passender Bohrer ist daher das A und O. Steinbohrer müssen beispielsweise besonders hart sein, während es bei Holzbohrern eher auf ein scharfes Außengewinde ankommt. Mit Metallbohrern lassen sich nicht nur Metalle, sondern auch Kunststoffe bearbeiten; für bruchgefährdetes Glas und für Fliesen wählt man spezielle Glas- und Fliesenbohrer.  

Der richtige Bohrer für jeden Untergrund

1. Bohrer für Beton und Stein

Stein- und Betonbohrer müssen besonders hart sein und sollten deshalb unbedingt eine Bohrspitze mit eingelöteten Hartmetallplatten besitzen. Diese Bohrer arbeiten schabend; bei eingeschaltetem Schlagbetrieb zertrümmern sie das Material. Gleiches gilt für Hammerbohrer, die allerdings nur in Bohrhämmer passen.

Geeignet für diese Werkstoffe:
Beton, Leicht- bzw. Porenbeton, Ziegelsteine Lochziegel, Kalksandsteine, Zementbauplatten, Gipskarton- und Gipsfaserplatten

2. Bohrer für Holz

Für Holz und Holzwerkstoffe benötigt man Holzspiralbohrer mit einer langen Zentrierspitze und zwei Vorschneidern. Diese ritzen die Holzfasern an und die innen liegenden Spanheber schneiden die Fasern sauber heraus. Für größere Durchmesser eignen sich Forstner- oder Flachfräsbohrer verwenden; für tiefe Bohrungen in Holz greift man zu Schlangenbohrern.

Geeignet für diese Werkstoffe:
Weichhölzer, z. B. Birke, Erle, Fichte, Tanne; Harthölzer, z. B. Buche, Esche,Kiefer, Nussbaum; Holzwerkstoffen wie Spanplatten, Sperrholz, Multiplex-, OSB- und MDF-Platten

3. Bohrer für Metall und Kunststoff

Um Löcher in Metalle und Kunststoffe bohren zu können, greift man zu gewendelten Spiralbohrern. Empfehlenswert sind Bohrer aus Hochleistungsschnittstahl (HSS). Noch verschleißfester und korrosionsstabiler sind HSS-Bohrer mit Kobaltlegierung oder goldfarbener Titannitrid-Beschichtung, die den Bohrern besondere Härte verleihen. Diese sind zwar teurer, aber auch leistungsstärker als herkömmliche Bohrer.

Geeignet für diese Werkstoffe:
Eisen- und nicht-eisenhaltige Metalle, wie Eisen, Stahl, Edelstahl, Aluminium, Zink, Messing und Kupfer, sowie Kunststoffe, zum Beispiel Acrylglas, Schaumstoff und Gummi

 

 

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