15-01-19

Wasserspiel mit Mini-Tornado

Kleiner Brunnen sorgt für Abwechslung im Garten


Er plätschert leise und zieht sofort alle Blicke auf sich: Was auf den ersten Blick ein wenig wie Zauberei wirkt, ist das Ergebnis einer halben Stunde Arbeit und etwas Technik. Das Prinzip des Wasserspiels ist ganz einfach: Eine Pumpe schickt Wasser durch ein rechtwinkliges Zulaufrohr in einen Glasbehälter und lässt es in der Runde, sodass es um den Ablauf in der Mitte des Gefäßbodens kreist, bevor es darin verschwindet. Dabei entsteht eine durchgehende Luftsäule, die als Tornado von der Wasseroberfläche bis zum Abflussloch sichtbar bleibt. Streng genommen ist die Säule natürlich kein Tornado, sondern ein extrem schnell rotierender Wasserablauf. 


Bei der Materialauswahl lohnt sich ein Blick auf den Dachboden oder in den Keller – für die Komponenten gibt es keine festgelegten Größen oder Maße, sie müssen nur zueinanderpassen. 

Sie brauchen: 


  • ein rundes, durchsichtiges und wasserfestes Ziergefäß aus Glas oder Kunststoff
  • ein zweites, wasserdichtes und vor allem dekoratives Gefäß, das als Zisterne dient und das den Inhalt des Ziergefäßes vollständig aufnehmen kann. Sie können alternativ auch einen großen Eimer in ein nicht wasserdichtes Gefäß stellen, zum Beispiel einen Holzbottich
  • eine Auflage für das Ziergefäß, etwa ein alter Grillrost oder ein stabiler Blumenuntersetzer mit entsprechenden Aussparungen für das Wasserabzugsloch und den Zulauf
  • eine regulierbare Wasserspielpumpe (z.B. Oase Aquarius Universal Classic 1000). Die Stellschraube ist sehr wichtig, denn mit der eingestellten Durchflussmenge bestimmen Sie die Höhe der Wassersäule im Ziergefäß und damit die Tornadogröße. 
  • ein Steigrohr aus schwarzem oder durchsichtigem Kunststoff mit ca. 18 mm Außendurchmesser und rechtwinkligem Knick (Tipp: Gibt es zum Beispiel im Aquarienbedarf)
  • ein zur Pumpe passender Schlauch, der auf das Steigrohr passt
  • Zierkiesel oder ähnliches Dekomaterial zum Abdecken der Auflage
  • ggf. etwas Silikon

Werkzeuge:

• Akkubohrschrauber mit Diamant-Glasbohrer (mit einem zum Steigrohr passenden Durchmesser, etwa 18 mm)
• Zange
• je nach Auflage ggf. Bolzenschneider oder Metallsäge
• wasserlöslicher Stift, Geodreieck
• Schutzbrille
• Gießkanne o.ä. mit Wasser zum Kühlen 

So geht es Schritt für Schritt:

Schritt 1: Mittelpunkt ermitteln und markieren
Bohren Sie ein Loch in den Boden des Ziergefäßes. Es sollte etwa so groß wie das Zulaufrohr sein, nicht größer – sonst wird der Wassertornado unten zu dick und wirkt plump. Um den Mittelpunkt des kreisförmigen Bodens zu bestimmen, markieren Sie mit einem wasserlöslichen Stift drei beliebige Punkte am Rand, die nicht zu nah beieinander liegen sollten. Verbinden Sie die Punkte zu einem Dreieck. Auf diesen Linien konstruieren Sie mit Hilfe eines Geodreiecks die Mittelsenkrechten, deren Linien sich genau in der Kreismitte treffen. Markieren Sie den Mittelpunkt.

Schritt 2: Loch in den Boden bohren
Bohren Sie das Loch. Bei Glas wählen Sie eine niedrige Drehzahl und Wasser zum Kühlen. Bohren Sie mit wenig Druck und lassen Sie den Bohrkopf einfach durch das Gewicht des Akkuschraubers arbeiten. Das dauert, aber so splittert nichts. Tragen Sie wie bei allen Bohrarbeiten in Glas eine Schutzbrille. Achtung: Die ausgebohrten Glasstücke haben scharfe Kanten.

Schritt 3: Loch für Zulauf
Als nächstes bohren Sie das Loch für den Wasserzulauf. Es liegt direkt am Rand des Gefäßes. 

Schritt 4: Auflage vorbereiten
Wenn Sie einen Grillrost als Auflage für das Gefäß nehmen, sind die Gitterstäbe vermutlich zu eng und der Pumpenschlauch passt nicht hindurch. Biegen Sie zwei Stäbe mit einer Zange etwas auseinander. Wenn Sie einen Blumenuntersetzer nehmen, müssen Sie diesen analog zu den beiden Löchern im Glas durchbohren. Damit später nicht das Gewicht des Wasserbehälters auf dem Kabel der Pumpe lastet, sollten Sie am Rand des Rosts oder des Untersetzers eine Aussparung schneiden.

Schritt 5: Steigrohr ablängen
Schneiden Sie das Steigrohr für den Wassereinlass zurecht: Der 90°-Winkel wird scharf angeschnitten, damit das Endstück möglichst unauffällig wird. 

Schritt 6: Steigrohr einpassen
Stecken Sie das angeschrägte Steigrohr von oben durch das Loch. Sollte es nicht korrekt passen, helfen Sie mit etwas transaprentem Silikon nach. 

Schritt 7: Pumpe einbauen
Stecken Sie den passend abgelängten Zulaufschlauch auf die Pumpe und das Steigrohr. Dann stellen Sie die Pumpe in die Zisterne und das Glasgefäß auf das Gitter bzw. den Untersetzer. Das geht zu zweit am besten. Vergessen Sie nicht, den Schlauch vorher durch den Gitterrost zu stecken! So in etwa sollte Ihre Konstruktion jetzt aussehen.

Schritt 8: Probelauf
Machen Sie einen Probelauf und regulieren Sie den Wasserdurchfluss der Pumpe, sodass der Wasserpegel in der gewünschten Höhe stehen bleibt. Zum Schluss kaschieren Sie den Gitterrost mit den Zierkieseln. 

Tipp: Das Wasserspiel wird durch eine Pumpe mit Unterwasserleuchte auch abends attraktiv und lässt sich auch mit Lebensmittelfarben einfärben.

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