08-05-13

Zum Wohl des grünen Daumens

Werkzeug- und Sicherheitstipps für die Gartenarbeit


Regelmäßig greifen Hobbygärtner beherzt zu Spaten, Unkrautstecher und Hacke. Doch wenn nach verrichteter Arbeit der Rücken schmerzt, ist die Freude am Grün schnell dahin. Wer bei der Gartenarbeit auf Ergonomie und die Wahl geeigneter Gartenwerkzeuge achtet, hat mehr Spaß am Gärtnern.

 

Gemüsebeete werden für die neue Aussaat umgegraben, vertrocknete Äste aus Sträuchern oder Bäumen geschnitten und lästiges Unkraut aus der Grasnarbe gestochen – dass ein schöner, gepflegter Garten nicht das einzige ist, was aus diesen Mühen resultieren kann, zeigen die Statistiken. Rund 200.000 Unfälle ereignen sich jährlich in deutschen Gärten. Unvorsichtiges Arbeiten auf wackeligen Leitern, Verletzungen mit Gartenwerkzeugen oder vermeintlich kleinere Leiden wie Rücken- oder Knieschmerzen sind meist die Folge eines falschen Umgangs mit Arbeitsgeräten.

Besonders ärgerlich wird es dann, wenn die gesetzliche Krankenversicherung eine längerfristige medizinische Behandlung nicht zahlt, weil es sich um einen Hobbyunfall handelt. Dass eine privat abgeschlossene Unfallversicherung in diesen Fällen einspringt, sollte dennoch nicht zum Anlass genommen werden, Rücken und Gelenke mehr als nötig zu belasten. Mit kleinen Vorkehrungen, bewussten Bewegungen und dem passenden Arbeitsgerät lassen sich die meisten Wehwehchen von vornherein vermeiden.
 
Graben, Schneiden, Jäten – machen Sie sich nicht unnötig krumm!

Eine richtige Körperhaltung ist bei der Gartenarbeit Grundvoraussetzung. Hebebewegungen aus dem gekrümmten Rücken, zum Beispiel beim Umgraben oder beim Tragen, und Arbeiten in der Hocke oder auf den Knien führen oft zu unangenehmen Begleiterscheinungen. Am besten lässt sich die Kraft in der Schrittstellung auf das Arbeitsgerät übertragen. Der Spatenstiel sollte idealerweise bis zum Ellenbogen reichen. Ein zu kurzer Stiel veranlasst zu einer gebückten Haltung, ein zu langer Spaten erschwert die Arbeit unnötig, was zu einer höheren Gesamtbelastung führt. Deshalb sind vor allem ausziehbare Stiele rückenschonend, die sich individuell auf die Körpergröße anpassen lassen.

Wenn es ans Jäten geht, leisten Unkrautstecher besonders gute Dienste. Spezielle Geräte mit einem Pedal am Ende des Stiels lassen sich bei aufrechter Köperhaltung nutzten. Per Fußtritt wird das Pedal bedient, wodurch sich eine Greifzange um das Unkraut schließt und es einfach herausgezogen werden kann.

Für Schneidarbeiten in Bäumen ist eine für den Außenbereich geeignete Leiter notwendig, die auch auf weichem Erdboden einen festen Stand ermöglicht. Werkzeuge für den Baumschnitt sollten sicher und komfortabel zu bedienen sein. Schneidgiraffen mit Teleskopstangen sind beispielsweise lang genug, um sie auch vom Boden aus zu nutzen. Durch die innen liegenden Seilzüge verheddern sich diese nicht im Geäst und ihre Zugkraft wird direkt auf die Klingen übertragen. Bei Astscheren helfen zudem ergonomisch geformte und rutschsichere Griffe, so dass man nicht abrutschen und sich an der Klinge verletzen kann. Der Sicherheit halber sollten aber trotzdem immer Schutzhandschuhe bei der Gartenarbeit getragen werden.



Produkt-Info:
•    Quickfit Stecksystem mit Teleskop-Stiel, Schneidgiraffe und Unkrautstecher von Fiskars

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