26-01-15

Zwischen Tür und Angel

Türzargen selbst einbauen


Türen trennen und verbinden Räume. Sie sind nicht nur ein funktionales Bauelement, sondern können auch Designobjekt sein. Mit ein wenig Geschick lassen sich Türen auch selber einbauen. Wir geben Tipps zum Einbau und erklären, worauf man vor dem Einkauf achten sollte.

Im Baumarkt sind vielerlei Türvarianten erhältlich. Das beginnt bei der einfach genormten Standardtür, geht über platzsparende Falttüren und reicht bis zur modernen Designtür aus Glas und Edelstahl. Hinzu kommen noch jeweils unterschiedliche Eigenschaften wie Schallschutz, Robustheit der Oberfläche und Wärmedämmung.

Auf die Maße kommt es an
Bevor es also an den Einbau geht, sind einige Aspekte zu beachten. "Es ist angenehmer, wenn eine Tür so eingebaut wird, dass sie sich in den Raum öffnen lässt", rät Robert Raschke-Kremer, Trainer der DIY Academy. "Wenn es sich beispielsweise um einen Neubau handelt, ist eine altersgerechte Planung mit einem breiteren Türrahmen und ausreichend Rangierfläche für Rollstühle von 1,50 x 1,50 Meter empfehlenswert."

Zudem muss die Wandöffnung genau ausgemessen werden, ganz gleich um welche Türform es sich handelt. Zuerst werden die lichte Öffnungshöhe und -breite der vorhandenen Wandöffnung gemessen, in die das Türelement später eingesetzt wird. "Die Höhe wird ab Fußbodenbelag gemessen. Für die Zarge bestimmen Sie die Mauerstärke inklusive Putz, Tapeten oder Fliesen", verrät Raschke-Kremer. "Kontrollieren Sie die Maße am besten immer an mehreren Punkten und vergessen Sie auch die gewünschte Anschlagseite nicht. Damit ist die Seite einer Tür gemeint, an der die Bänder befestigt sind. Je nach Anschlag spricht man von DIN-Links oder DIN-Rechts."

Schadstoffarmer PU-Schaum für den Zargeneinbau
Beim Einbau wird der Spalt zwischen Wand und Zarge ausgeschäumt. Hier kommen Polyurethan-Schäume zum Einsatz, die teilweise unter Verdacht stehen, krebserregend zu sein. "Der Schaum sollte weder mit Haut noch Schleimhäuten in Berührung kommen. Tragen Sie deshalb stets Handschuhe und Schutzbrille beim Arbeiten", empfiehlt Robert Raschke-Kremer. Mitunter sind aber auch schadstoffarme Produkte erhältlich, die mit Schutzkleidung bedenkenlos verwendet werden können und im Vergleich zu schadstoffreicheren Produkten frei im Baumarkt verkäuflich sind.

So wird’s gemacht:

1. Elemente zusammenbauen
Montieren Sie zunächst die einzelnen Zargenteile mithilfe der mitgelieferten Flachdübeln oder Klammern. Die fertig montierte Zarge kann nun in die Maueröffnung eingesetzt werden.

2. Zarge fixieren
Montagekeile sorgen dafür, dass die Zarge im Türausschnitt fixiert werden kann. Mit einer Wasserwaage bringen Sie die Zarge ins Lot.

3. Spreizen einsetzen

Damit sich die Zargenteile beim Ausschäumen durch die Ausdehnung des Schaumes nicht nach innen gedrückt werden, setzten Sie auf Höhe des Türschlosses und der Bänder verstellbare Spreizen oder Zwingen ein. Kartonreste zwischen Spreizen und Türzarge verhindern Kratzer. Manche Türspreizen sind schon mit Filz belegt.

4. Fugen ausschäumen
Nun schäumen Sie die von jeglichem Schmutz gereinigten Spalten zur Wand hin mit Montageschaum aus. Achten Sie darauf, dass der Türspalt gleichmäßig und vollständig gefüllt ist – vor allem in Höhe der Türbänder und des Schlosses.

5. Schaumreste beseitigen
Nachdem der Montageschaum vollständig ausgehärtet ist, können Sie die Keile und die Spreizen entfernen. Mit dem Cuttermesser schneiden Sie den hervorgequollenen Schaum ab. Nun setzen Sie den Blendrahmen auf. Entnehmen Sie der Gebrauchsanweisung des verwendeten PU-Schaums, wann das Produkt seine vollständige Tragfestigkeit erreicht hat. Dann können Sie das Türblatt einhängen.

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  • Foto: Henkel Pattex

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