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Kartuschen ohne Messer öffnen
PRODUKT | Weniger Plastik, mehr Komfort
Veröffentlicht: 25.06.2026
Seit Jahrzehnten hat sich an Kartuschen kaum etwas verändert. Henkel bringt jetzt eine neue Generation auf den Markt, die sich ohne Messer öffnen lässt und deutlich weniger Kunststoff benötigt.
Wer schon einmal eine Silikonfuge erneuert oder eine Leiste angeklebt hat, kennt das Prozedere: Kartusche aufschneiden, Düse aufsetzen und dabei möglichst nicht mit dem Cutter abrutschen. Genau diesen Arbeitsschritt hat Henkel überflüssig gemacht. Für Marken wie Pattex und Sista führt das Unternehmen eine neue Generation von Pappkartuschen ein, die sich ohne Messer öffnen lässt.
Foto: Henkel / DIY Academy
So einfach funktioniert's
Das Prinzip ist denkbar einfach: Man schraubt lediglich die Düse auf, setzen die Kartusche in eine handelsübliche Kartuschenpistole ein und betätigen den Hebel. Durch den entstehenden Druck öffnet sich die Kartusche im Inneren automatisch. Das spart Zeit, vereinfacht die Vorbereitung und reduziert zugleich das Verletzungsrisiko. An den gewohnten Arbeitsabläufen ändert sich dagegen nichts. Die neuen Kartuschen funktionieren mit herkömmlichen Kartuschenpistolen und enthalten dieselben Silikone und Montagekleber wie bisher. Auch angebrochene Kartuschen lassen sich dank einer Verschlusskappe sauber verschließen und später weiterverwenden.
Foto: Henkel / DIY Academy
Weniger Kunststoff, mehr Recycling
Neben dem höheren Bedienkomfort verfolgt Henkel mit dem neuen Verpackungskonzept vor allem ein Nachhaltigkeitsziel. Klassische Kartuschen, deren Grundprinzip noch aus den 1930er Jahren stammt, bestehen überwiegend aus Kunststoff. Nach der Anwendung landen sie meist komplett im Restmüll, weil Kleb- und Dichtstoffreste eine Wiederverwertung erschweren.
Die neue Kartuschengeneration setzt stattdessen auf einen Kartuschenkörper aus 100 Prozent recycelter Pappe. Im Inneren befindet sich ein flexibler Schlauchbeutel, der das Material aufnimmt. Verschlusskappe, Düse, Ring und Kolben bestehen zudem zu mindestens 49 Prozent aus recyceltem Kunststoff. Nach Angaben des Herstellers sinkt der Kunststoffanteil dadurch um mindestens 51 Prozent pro Kartusche.
Auch bei der Entsorgung geht Henkel neue Wege: Nach Gebrauch lassen sich die einzelnen Bestandteile voneinander trennen. Während die verschmutzten Innenteile über den Restmüll entsorgt werden, können Kartuschenkörper und Ring dem Altpapier- beziehungsweise Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Die Menge des nicht wiederverwertbaren Abfalls reduziert sich laut Hersteller dadurch um bis zu 73 Prozent.
Hintergrund
Die Entwicklung der neuen Kartusche dauerte rund zwei Jahre. Mehr als 3.000 Heimwerker und Profianwender testeten das System vor der Markteinführung. Seit September 2025 stellt Henkel zunächst Sanitär- und Mehrzweck-Silikone auf die neue Verpackung um. Im Laufe des Jahres 2026 sollen weitere Silikone und Montagekleber folgen.
Produktinfos:
- neuen Pappkartuschen für Montageklebstoffen und Silikonen von Henkel
Links:
- Hier finden Sie weitere Informationen zu dem Unternehmen Henkel mehr
- Hier finden Sie weitere Informationen zu der Marke Pattex mehr
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